Feuerwehrseelsorge

Sachgebietsleiter
LFKUR Anno Schulte-Herbrüggen
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Das Sachgebiet Feuerwehrseelsorge ist in Tirol noch ein junges Kind; es wurde am 17. Februar 2009 mit der Ernennung von Dr. Anno Schulte-Herbrüggen zum Tiroler Landes - Feuerwehrkuraten geboren.

Aufgaben des Sachgebietes:

Feuerwehrseelsorge ist die seelsorgliche Begleitung der KameradInnen nicht nur ggf. in und nach belastenden Einsätzen, sondern das aufmerksame, kameradschaftliche Mitgehen durch die Höhen und Tiefen ihres ganzen Lebens. Als Kamerad unter KameradInnen eröffnen sich darin Chancen, die einem Außenstehenden sonst verschlossen blieben. In unserm Sachgebiet wird die Feuerwehrseelsorge in den Bezirken und im Land Tirol auch über die Diözesangrenze zwischen Salzburg und Innsbruck hinweg vernetzt und die Arbeit vor Ort unterstützt, Aus- und Fortbildungen der Feuerwehrkuraten geplant und durchgeführt, Materialien für Segnungen und Florianifeiern zur Verfügung gestellt sowie regionale und landesweite religiöse Feiern organisiert.

 


Mehr Informationen aus dem Sachgebiet Feuerwehrseelsorge:

Bezirksansprechpartner für Feuerwehrseelsorge

Die Bezirksansprechpartner sind zugleich das Leitungsteam für die Feuerwehrseelsorge in Tirol und treffen sich zweimal jährlich.

Bezirk Name Kontakt
BFV Kufstein FKUR Pfarrer Mag. Thomas Schwarzenberger pfarre.niederndorf@pfarre.kirchen.net
BFV Kitzbühel FKur Diakon Roman Klotz r.klotz@tsn.at
BFV Schwaz FKur Dekan Eduard Niederwieser pfarre@tux.at
BFV Innsbruck Land FKur Pfarrer Mag. Josef Scheiring josef.scheiring@aon.at
BFV Reutte FKUR Dekan Mag. Franz Neuner f.neuner@dibk.at
BFV Landeck FKur Diakon Johannes Schwemberger johannes.schwemberger@gmx.at
BFV Lienz LFKur Anno Schulte-Herbrüggen sg.feuerwehrseelsorge@lfv-tirol.at

Profil des Feuerwehrkuraten

Feuerwehrkurat (FKur)
(Unser Profil)

Entworfen von Ferdinand Reisinger, St. Florian, LFKur Oö., angenommen von den Landesfeuerwehrkuraten in der 2. Dienstbesprechung des ÖBFV-Sachgebietes 1.9 Feuerwehrseelsorge am 5. Oktober 2007.

Kurat einer Feuerwehr sein ist eine wichtige und ehrenvolle Aufgabe und Chance für jene, die in speziellen Nöten, in den außerordentlichen Herausforderungen des Lebens dem Reich Gottes dienen wollen.

Man wird für den Dienst des FKur nicht vom kirchlichen Amt her bestellt, sondern von der jeweiligen Wehr gebeten und eingeladen. Die Ernennung erfolgt entsprechend der Landesfeuerwehrgesetze. Die Chancen, die sich dabei für seelsorglichen Dienst auftun, sollten wir entschieden nützen und nicht übersehen; so kann eine ganz wertvolle „Zielgruppenpastoral“ praktiziert werden.

Seelsorge (im traditionell-klassischen Sinn, nicht anders aber nach heutigen Konzepten bedeutet (von der Basis, von Menschenseite her gesehen):

DASEIN und BEGLEITEN“.

Dem können Seelsorger gerade in den Fällen, in denen Feuerwehren ihren Einsatz leisten, gerecht werden. In früheren Generationen war das Priesterverständnis darauf ausgerichtet, dass der Geistliche in Notfällen (Katastrophen, Unglücksfällen), vor allem auch in dramatischen persönlichen Situationen als Beistand und Tröster geholt wird. Was jetzt als spezialisierte Seelsorge praktiziert und neu eingeführt wird, entspricht der Intention nach dem tradierten Beistandsmodell. Nicht nur psychologische und nachbarliche Hilfen sind in solchen Extremfällen gefordert, sondern auch Handreichungen und Worte, die religiöser Glaube zu geben vermag, - vermittelt durch fähige und qualifizierte Seelsorger und Kameraden.

Das ist der primäre Einsatzort für die FKur. Es aber gibt darüber hinaus auch Solidarisierungschancen, die sich dem FKur für weiterreichende und grundlegende Seelsorge und Hilfe auftun: Dass er zuerst ein Kamerad unter Kameraden ist. Er kennt die Seinen, und sie kennen ihn aus Begegnungen im Alltagsleben; an ihn können sie sich wenden, wenn „Not am/im Mann ist“, wenn also die Helfer Hilfe brauchen! Der F-Kur als Kamerad ist der, der präsent und greifbar ist (dessen Telefonnummer die Kollegen auch am Handy haben!). Kameradschaft bedeutet vom Wort her ja „Hausgenossenschaft“ („in der selben Camera/Bude Daheimsein“). Von daher ergeben sich viele Chancen des Dabeiseinkönnens, nicht nur wenn die Feuerwehr zum Pfarrer kommt, wenn es „kirchliche Anlässe“ gibt (Feste, Segnungen, Hochzeiten, Verabschiedungen und dgl.). Er soll (im Rahmen des Möglichen) zu ihnen kommen, um mit ihnen „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“, also ihr gesamtes Schicksal zu teilen.

Der F-Kur gehört so selbstverständlich in den Verband einer Feuerwehreinheit, wird nicht erst nachträglich und speziell zur Krisenintervention beigezogen (wie Notfallspsychologen); denn wertvoll und gefragt ist oft zuerst die gute Menschenkenntnis und die langjährige Erfahrung. Darin liegen unverzichtbare Chancen für den Kuraten, weil er Kameraden auch im  „Normalzustand“ und nicht nur in der traumatischen Ausnahmesituation kennt; und er kann die Seinen auch über den Akutfall hinaus und über längere Zeit in die Normalität zurück begleiten.

Der F-Kur wird nicht bei allen Einsätzen vor Ort mitwirken können; das ist von ihm auch nicht erfordert. Er muss (wie z.B. auch der Feuerwehrarzt) für den Fall der Fälle in Bereitschaft sein und dann mit seinem Repertoire an Hilfen gerüstet zur Stelle sein: dass er hilft, zuerst das Unverstehbare schweigend auszuhalten, die Betroffenheit zu artikulieren, eine reale oder eingebildete traumatisch hereinbrechende Not in konkrete Worte zu fassen. Dazu sind Gebete und Rituale eine not-verändernde und größere Hilfe als wir oft meinen. Und aus dem Fundus des Glaubens (Bibel, bekannte Gebete, Heilige als Nothelfer) können Linien gezeigt und skizziert werden, die einen neuen Weg markieren helfen, wenn den von Unheil Betroffenen und Geschlagenen jeder Ausweg und jeglicher Horizont genommen scheint.

Der Seelsorger im Verbund einer Wehr hat also auch die Funktion eines Hoffnungsträgers: er ist Platzhalter für eine andere Dimension; er kann Vermittler sein, damit die Hoffnung eine neue Chance bekommt. Er kennt und benennt eine andere Perspektive als die, die sich durch einen Notfall aufgedrängt. Natürlich soll und darf dabei keine billige Vertröstung passieren („ist alles nicht so schlimm“). Es sollen und können in Wort und Tat, durch Gespräch und Zeichen zum Anhalten neue Vertrauensmöglichkeiten in eine erschütterte und zerrüttete, in eine vielleicht sogar unwiederbringlich zerstörte Lebenswelt gebracht werden.

„Dasein und begleiten“
mit den Angeboten, die die Menschen brauchen und die uns „mit Gottes Hilfe“ zusätzlich gegeben und möglich sind. Solche Hilfen vorzuenthalten wäre unverantwortlich, ja lieblos!

Der Dienst der F-Kur ist damit nicht neu zu erfinden oder zu schaffen; er muss nur stets neu - den modernen und aktuellen Anforderungen gemäß - profiliert und praktiziert werden, wie so vieles andere (z. B. Technische Hilfeleistung) im Feuerwehr-Dienst auch. Das schließt ein, dass der Kurat – wie jeder andere Kamerad – sich weiterbildet und spezielle Ausbildungen auf sich nimmt (z.B. zum Notfallsseelsorger, für Stressverarbeitung nach belasteten Einsätzen, Peers, KIT). Dies erfordert – wie bei allem ehrenamtlichen Einsatz in einer Notfallseinrichtung – entscheidend auch die aufmerksame Sorge um die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

Es geht aber auch um das entsprechende Image der gesamten Einrichtungen der Feuerwehr; darin sollte (und darf !) auch die religiöse Dimension nicht fehlen; das wünschen sich viele Kameraden, das erfordert die Situation, und dazu wissen sich F-Kur selber aus ihrer Glaubensüberzeugung gerufen!

In einer Zeit der Säkularisierung und der Abwertung des Glaubens, mehr noch aber in unserer Gesellschaft, in der weithin eine (Sinn)Suche spürbar ist, wird das mutige und engagierte Zeugnis von Christen zum Gebot der Stunde und zu einer Antwort auf die „Zeichen der Zeit“: der „geistliche Kamerad“, der „Geistliche als Kamerad“ hat einem Anruf zu entsprechen, wie ihn der hl. Florian verspürt und wahrgenommen hat: „Du aber: stärke deine Brüder“ (vgl. Lk 22,32)! Und Florian hat ein bewundernswertes und nachahmenswertes Zeugnis gegeben: „Sucht nicht lang weiter: Da bin ich – als Christ“ (vgl. passio Floriani).

Gottesdienstmodelle

ALLE ZIEHEN AN EINEM STRANG 

  • Eucharistiefeier mit der Feuerwehr (nach Thomas Wunram CPPS, Bad Driburg)

Die Predigt an einem Feuerwehrjubiläum (Thomas Wunram ist selbst Feuerwehrmann und Notfallseelsorger) stand unter dem für die Feuerwehr wichtigen Thema "Kameradschaft". Als Evangelium wurde verlesen Lk 24,35-48. Vor dem Altar lagen Feuerwehrleinen für eine kleine Aktion. Der Gottesdienst ist auch geeignet für eine Feier mit Feuerwehrleuten am Tag des heiligen Florian (4. Mai).

Kyrie

  • Jesus Christus, dich hat Gott, der Vater, von den Toten auferweckt. Du rufst uns in deine Nachfolge, damit diese Welt friedlicher und menschlicher werde. Wir aber sind oft träge; wir meinen, die anderen sollten sich engagieren. Herr, erbarme dich.
  • Christus, nach deiner Auferstehung bist du auf die Jünger zugegangen, du hast sie spüren lassen: Du bist bei ihnen. Wir aber denken oft, du wärest weit weg. Christus, erbarme dich.
  • Herr, deinen Geist hast du uns geschenkt, den Geist, der uns aufbrechen lässt, der uns zusammenschließt und uns für einander einstehen lässt. Erfülle uns neu mit diesem Geist. - Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, in der Freude des Osterfestes blicken wir zurück auf XX Jahre, in denen die Not anderer zahlreiche Menschen in unserem Dorf / Ort / Markt  zusammenstehen ließ. Wir danken dir für unsere Gemeinschaft und für jeden glücklichen Einsatz. Lass uns jetzt in Dankbarkeit das Wort deines Sohnes hören und das Leben feiern, das du uns schenkst. 

PREDIGT

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
ich weiß nicht, was eure Väter im Jahre XX bewogen hat, eine Feuerwehr zu gründen. Ich vermute, es war die Erfahrung, dass sie - wenn es dick kommt - zusammenstehen müssen. Einer für alle, alle für einen.
Ich weiß nicht, wie es den Kameraden bei ihren Einsätzen in diesen XX Jahren erging. Aber ich vermute, ganz oft haben sie gemerkt: "Unser Einsatz ist sinnvoll" - voller Sinn also. Sie haben erfahren: "Gemeinsam können wir Not lindern und retten, was nur zu retten ist."

Es ist ein gutes Gefühl, anderen zu helfen. Gemeinsam helfen, das macht stark, das verbindet, das nennen wir in der Feuerwehr Kameradschaft. Hinter diesem Wort steckt viel. Zum Beispiel: "Ich kann mich auf den andern verlassen. Ich kann ihm mein Leben anvertrauen." Das weiß jeder, der im Angriffstrupp (mit Pressluftatmer) in eine brennende Wohnung geht. Denn sein Leben hängt an der Achtsamkeit der Kameradinnen und Kameraden. Solche Erfahrungen stehen hinter dem Wort Kameradschaft und sie prägen euch.

Nun gibt es leider auch Einsätze, die bitter sind, auf die wir gerne verzichtet hätten. Heftige Einsätze, bei denen wir nicht mehr helfen konnten. Tod und Elend und bittere Trauer begegnen uns dann mit voller Wucht. Und auch diese Einsätze prägen uns und hinterlassen Spuren. Ich weiß, dass ihr diese Einsätze (Beispiel einfügen) zur Genüge kennt.
In solchen Situationen brennen in mir ganz heftige Fragen. "Warum, warum muss das jetzt sein, mein Gott? Bist du da, Gott, wenn ein Kind, ein Familienvater, eine junge Mutter tot aus dem Fahrzeug geschnitten werden muss?" In solchen Momenten brauche ich etwas, wo ich mich festhalten kann, wo ich selber Halt finde.

Menschen, denen es so geht, treffe ich in dem Evangelium, das wir gehört haben. Sie haben Furchtbares erlebt. Die Eindrücke vom gewaltsamen Tod ihres Freundes waren übermächtig. Trauer und Verzweiflung haben ihr Leben in farbloses Grau verwandelt.

Und in dieser Situation kommt einer und bietet ihnen an: "Fasst mich an." Und ich höre da mit: "Du kannst dich an mir festhalten! Und du darfst sicher sein, ich bin da, bin da, wo du nur noch Vernichtung und Tod siehst. Ich bin da. Und der Tod ist eben nicht das Letzte." 
Halt haben in der Haltlosigkeit und einen sicheren Grund in der Bodenlosigkeit, Hoffnung in der Verzweiflung - das ist es, was er ihnen bringt. Das ist es, was ich manchmal brauche.

Auf euren Einsatzfahrzeugen habt ihr allerhand Gerät verlastet: kompliziertes und teures Gerät und auch ganz einfaches, praktisches, wie zum Beispiel die Rettungsleinen oder  - rot markiert - die Fangleinen.
Euer FF-Kommandant / Amtswalter / Abschnittakommandant … (Name einfügen) hat für diesen Gottesdienst ein paar mitgebracht. (Leinen zeigen) Jeder, der bei der Feuerwehr die Grundausbildung hinter sich hat, weiß damit umzugehen. Mit solchen Leinen und den entsprechenden Knoten sichert ihr euer Gerät: den Saugkorb der A-Leitung zum Beispiel. Oder ihr zieht damit Material nach oben, ihr baut mit Steckleitern und Leinen einen Bock für die Schachtrettung. Und in Verbindung mit dem Rettungsknoten sichert ihr eure Kameraden in gefährlichen Situationen.

Es ist gut zu wissen, da ist einer, der mich sichert, der mich hält, der seine ganze Aufmerksamkeit auf mich richtet.
Und ich stelle mir vor, da ist noch ein Kamerad, einer, den du nicht auf den ersten Blick siehst. Aber er ist dabei - bei jedem Einsatz. Und der hält dich fest, wenn du den Boden unter den Füßen verlierst. Sein Name ist Jesus Christus. Ich wünsche euch diese Erfahrung von Kameradschaft.

Gabengebet

An deinem Tisch, barmherziger Gott, versammelst du alle, die schwer tragen, versucht werden, und die, die einfach nur glücklich sind. Wir danken dir für Brot und Wein, vor allem danken wir dir für deine Kameradschaft, für deine Liebe und Gastfreundschaft. Lass uns Kraft und Mut finden bei diesem Mahl, damit wir mit Freude deine Liebe weitergeben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Zum Vaterunser

Liebe Kameradinnen und Kameraden, bevor wir das Vaterunser beten, nehmt bitte noch einmal Platz.

Ich habe es mir bei Feuerwehrgottesdiensten zur Gewohnheit gemacht, eine "Übungseinheit" einzubauen. Unser Thema heute sind die Feuerwehrleinen. Ich bitte euch, die Leinensäckchen durch die Reihen gehen zu lassen. Der Erste hält das Ende fest und gibt die Leine weiter, so dass jeder eine Hand an der Leine hat (Pause, bis die Leinen durchgereicht sind).

Ich könnte euch jetzt etwas über DIN 14920 erzählen. Die legt nämlich fest, dass eine Feuerwehrleine eine Reißkraft von 14 kN besitzt und aus Polyesterfasern ist. Aber das ist graue Theorie. Wir könnten den Rettungsknoten üben. Aber dann dauert unser Gottesdienst zu lange. Ich bitte euch einfach, die Leine mit beiden Händen festzuhalten. Sie bestehen aus einzelnen dünnen Fasern. Jede für sich ist schwach und würde bei der geringsten Zugbelastung reißen. Alle zusammen aber, verwebt in diesem Seil, können über eine Tonne ziehen. Ich meine, das ist ein gutes Bild für eure Feuerwehr. Der Einzelne ist ohnmächtig. Nur gemeinsam - fest miteinander verwoben - seid ihr stark.

Und wenn ich nun so durch die Reihen sehe, fällt mir der Satz ein: "Alle ziehen an einem Strang." Und ihr spürt: Die Leine gibt Halt. Ganz in der Mitte der Leine, unsichtbar, ist ein Strang, um den alle Fäden gewoben sind. Man nennt diesen Strang die Seele. Ihr wisst es: Da ist einer, der uns hält, der uns Sicherheit gibt. Wir nennen ihn Gott und Vater. Und ich lade euch ein, dass wir, so miteinander verbunden, aufstehen, die Leine hochhalten und gemeinsam beten:
A: Vater unser ...

Schlussgebet

Treuer Gott, dass wir auf unserem Weg einhalten konnten, dein Wort hörten und nun deine Verheißung mitnehmen, ist ein Geschenk.
Hilf uns, wenn wir wieder in unseren Alltag zurückkehren, einander ein guter Kamerad/eine gute Kameradin zu sein, Boten deiner Liebe und Zeugen deiner Auferstehung - dir zur Ehre und dem Nächsten zur Wehr. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.


Einsatz über 4 Tage
Einsatz, in schwerem Gelände
Einsatz, der körperlich fordert, bis an die Grenzen
Einsatz, der Gott sei Dank im Großen und Ganzen unfallfrei geblieben ist
- Grund genug, heute ein Kreuz zu schlagen und Danke zu sagen

Einsatz, der über ganz besondere 4 Tage gangen ist: die Kar- und Ostertage
Einsatz, wo mancher zugunsten dieses Einsatzes mit allem zurückgesteckt hat, was ihm sonst in diesen Tagen wichtig wär
Einsatz, der es unmöglich gemacht hat, den Weg Jesu, Abendmahl. Sterben und Auferstehen Jesu in der Kirche mitzufeiern

Deshalb kommt Jesus einfach her zu euch.
Ganz schlicht
weil auch er dankbar auf uns und unser Helfen schaut; und mit uns am Weg ist

In seinem Namen beginnen wir: Im Namen des Vaters… +

Der Herr sei mit euch…

Emaus-Evangelium lesen

Möchte nur einen Satz herausgreifen:
Komm, bleibe bei uns Mann,
die Dunkelheit bricht herein.

Ein Mann, der gut tut, auch wenn man gar nicht weiß, wer der Fremde ist.
Wenn es einen Moment gegeben hat, wo du dir über einen Kameraden oder Kameradin gedacht hast: 
Komm, bleib jetzt da, du tust mir gut, ist ein Stück weit Ostermontag unter uns gewesen.
Wie will man allein eine TS in dem Gelände bewegen?
Komm, bleibe bei uns Mann!
Gemeinsam geht’s! Fast Unmögliches. Gemeinsam geht’s.
Diese Ostererfahrung mit Heim nehmen, wünsch ich euch.

Vater Unser

Lamm Gottes

Kommunionempfang

Segen:

Herr, unser Gott,
du liebst alle Menschen.
Du willst nicht, dass uns Schlimmes passiert.
Sei bei allen, die in Gefahr sind,
und stärke alle, die ihnen helfen wollen.
Dazu segne uns 
Der Vater +

Messetexte

Jesus, du kennst unsere Bequemlichkeit. Herr, erbarme dich unser…

Christus, du rufst uns, unser Leben für andere einzusetzen. Christus, erbarme dich unser…

Jesus, du beginnst immer neu mit uns und schenkst deine Freundschaft. Herr, erbarme dich unser…

Tagesgebet:

Lebendiger Gott,
wie kein anderer hat dein Sohn uns deine Nähe, deine Zuneigung und deine Weite erfahrbar gemacht und so Menschen mit deiner Leidenschaft und deinem Feuer angesteckt. Auch der Hl. Florian ließ sich so von deinem Geist entflammen und wurde der erste namentlich bekannte Christ und Märtyrer Österreichs. Er hat sein Leben für seine Gefährten eingesetzt. Selbst im Angesicht des Todes wich er nicht von deiner heilbringenden Botschaft ab.
Lebendiger Gott wir bitten dich: entflamme auch uns mit deiner Liebe und deiner Leidenschaft für das Leben. 
Darum bitten wir durch Christus, unsern Bruder und Herrn.

Gabengebet:

Allmächtiger Gott,
du schenkst uns, was für zum Leben brauchen, und du bewegst uns, wenn wir uns für andere einsetzen. Brot und Wein sind Zeichen deiner Stärkung und Freude. Verwandle sie jetzt in Christus, unserm Bruder und Herrn.

Schlussgebet:

Herr unser Gott,
ich bitte dich für den Dienst meiner Feuerwehrkameraden.
Bewahre uns bei unsern Übungen und Einsätzen und segne unsere Gemeinschaft.
Berühre weiterhin junge Menschen mit deinem Geist, damit sie sich gerne in den Dienst für andere stellen, die in Not geraten sind und sich in unsern Feuerwehren engagieren. 
Darum bitten wir durch Christus unsern Bruder und Herrn.

Segen:

Du Gott des Lebens,
entzünde in uns das Feuer deiner Liebe.
Dein Friede komme auf uns herab und begleite uns ein Leben lang.
Deine Freude erfülle unser Herz und stärke uns in unserm Alltag.
Deine Kraft richte uns auf und gebe uns Mut zum Einsatz für Notleidende.
Dein Licht erhelle unsere Dunkelheiten und erleuchte die Nacht derer, denen wir zu Hilfe eilen.
Deine Liebe verändere unser Leben.
Deine Hoffnung führe uns dem Ziel des Lebens entgegen.
So segne uns Gott,
der Vater, und der Sohn, und der Hl. Geist.

Fürbitten:

Allmächtiger, gütiger Gott,
wir sind auf deine Hilfe und deinen Schutz angewiesen. Und wir wissen, dass du unser Rufen hörst. Vertrauensvoll bitten wir dich deshalb:

Bewahre unsre Feuerwehrmänner und – frauen auf die Fürsprache des Hl. Florian vor allen Gefahren und Verletzungen in Übung und Einsatz.
Du Gott des Lebens:

Stärke den Geist der Freundschaft und Kameradschaft in unsern Feuerwehren und hilf, dass jeder in unserer Mitte einen guten Platz finden kann.
Du Gott des Lebens:

Beschütze die Menschen in unserer Heimat vor schweren Unfällen und Katastrophen und lass unser Tun in schwierigen Situationen gelingen.
Du Gott des Lebens:

Viele Orte unserer Erde4 sind betroffen von Erdbeben-Katastrophen, Terror und Krieg. Hilf den betroffenen Menschen, nicht zu verzweifeln, sondern sende ihnen tatkräftige Helfer, die sie neu Mut fassen lassen.
Du Gott des Lebens:

Der Hl. Florian hat für den Glauben sein Leben hingegeben. Erhalte auch unsern Glauben lebendig und treu, und hilf uns, in jeder Situation ganz dir zu vertrauen.
Du Gott des Lebens:

Schenke unsern verstorbenen Feuerwehrkameraden das ewige Leben und die himmlische Freude bei dir.
Du Gott des Lebens:

Allmächtiger Gott, diese ausgesprochenen und all die stillen, unausgesprochenen Bitten vertrauen wir dir an. In Christus, unserm Bruder und Herrn.

Fürbitten:

Allmächtiger, gütiger Gott,
wir sind auf deine Hilfe und deinen Schutz angewiesen. Und wir wissen, dass du unser Rufen hörst. Vertrauensvoll bitten wir dich deshalb:

Spreizer
Mit dem hydraulischen Rettungsgerät retten wir Leben. Stärke die innere Kraft der Helfenden, damit sie an belastenden Einsätzen nicht zerbrechen.
Du Gott des Lebens:

Der Winkerkelle dient zum Regeln des Verkehrs. Schenke uns deinen Geist, damit wir im richtigen Moment gehen, um andern zu helfen, und im richtigen Moment stehen bleiben, um uns selber und andere zu schützen.
Du Gott des Lebens:

Das Funkgerät dient der drahtlosen Kommunikation. Sende das feuer deines Geistes, das seine Funken Zusammenarbeit, Gemeinschaft und Verständnis unter uns und unter allen Völkern bringen.
Du Gott des Lebens:

Das Licht des Scheinwerfers erhellt die Nacht. Öffne die Augen unseres Herzens, dass wir den Lichtstrahl deiner Zuneigung immer neu sehen und so auch auf dunklen Abschnitten unseres Weges nicht verloren gehen.
Du Gott des Lebens:

Opferlicht 
Wir bitten dich für alle, die an diesem Tag gerne bei uns gewesen wären, die uns aber schon vorausgegangen sind. Schenke ihnen das ewige Leben.
Du Gott des Lebens:

Allmächtiger Gott, diese ausgesprochenen und all die stillen, unausgesprochenen Bitten vertrauen wir dir an. In Christus, unserm Bruder und Herrn.

 Lesung 1 Kor 13:

- mit Zwiegespräch
-> Kurze Erklärung der Sprecher-Rollen

1    Gestatten, dass ich mich vorstelle: mein Name ist Florian.
2    Welch ein Zufall - ich heiße auch Florian. - Florian Großlangheim.
1    Ich bin Florian von Lorch - das ist in Österreich.
2    Meine Typenbezeichnung ist LF 16/12. - Mein Rufname: 40/1
1    Typenbezeichnung ? ... Was bin ich für ein Typ - naja: ein Heiliger! ... Einen Rufnamen habe ich eigentlich nicht. ...Aber ich wurde schon oft gerufen, zum Beispiel wenn die Leute Angst vor dem Feuer hatten.
2    Ah - dann bist du auch bei der Feuerwehr - so wie ich?
1    Na ja - irgendwie schon. - Ich bin der Patron der Feuerwehr.
2    Ich bin ein modernes Fahrzeug ...
1    Ich bin schon ein wenig älter. - Aber es gab eine Zeit, da habe ich mich auch für ganz wichtig gehalten. - Bis ich dann merkte, dass es auf etwas ganz anderes ankommt.
2    Auf die Ausrüstung kommt es an - ich bin für alle Fälle gerüstet - immer einsatzbereit - ganz egal was kommt...
3    Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
2    Wer hat da gesprochen ... wer mischt sich da ein.
1    Das war Paulus - sozusagen ein Kollege von mir. - Der wollte dir sagen, dass es nicht deine tolle Ausrüstung ist, die am Ende dafür sorgt, dass den Menschen geholfen wird.
2    So ein Quatsch: Ich kann mit meinem Lichtmast die Nacht zum Tag machen - ich habe mein eigenes Wasser zum Löschen dabei - mit meiner Schere und mit meinem Spreizer und mit meiner Schere befreie ich die Unfallopfer...
3    Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
1    Hast du's gehört - es gibt etwas, das ist wichtiger als all deine PS, deine Hydraulik und das Volumen deines Wassertanks.
2    Du meinst die Menschen, die mit mir unterwegs sind und meine Gerate bedienen? - Natürlich brauch ich die und ihren Einsatz. - Aber ohne mich ständen die doch oft mit leeren Händen da.
3    Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
1    Hör doch mal richtig zu! - Voller Einsatz ist notwendig, keine Frage. - Aber es braucht noch ein bisschen mehr!
2    Meinst du vielleicht das Gefühl, wenn man mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs ist und alle den Weg frei machen. - Da merke ich immer, wie wichtig ich bin.
3    Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf,
1    Ich glaube du bist von deinem lauten Martinshorn selber schon ein bisschen taub geworden. - Damit du und deine Menschen, die mit dir fahren wirklich gerne helfen können, müssen sie es von ganzen Herzen wollen. - Nicht, weil sie dann toll da stehen können, sondern weil sie aus Sorge um den Nächsten helfen wollen.
2    Erzählt dein Paulus deswegen dauernd etwas von der Liebe. - Das ist aber gefährlich! - So eine Liebe kann auch enttäuscht oder ausgenützt werden.
3    Die Liebe handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. - Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
1    Das Risiko musst du eingehen. - Dafür gibt es keinen Schutzanzug - und auch keine Ratschläge in den Unfallverhütungsvorschriften. - Entweder du machst es aus Leidenschaft für die Menschen - oder dein Frust ist vorprogrammiert. - Da hilft dann auch kein Lichtmast, kein Wassertank und kein Spreizer mehr.
2    Und woher soll diese Leidenschaft kommen?
1 Bei mir kam sie von diesem Jesus aus Nazareth. - Weil mir die Freundschaft mit ihm so wichtig war, war ich sogar zu sterben. - Die Verbundenheit mit ihm hat mir die dazu Kraft gegeben. - Aber das soll er dir vielleicht selbst sagen in seinem Evangelium - im Bild vom Weinstock und den Rebzweigen.

Evangelium    Joh 15,4-8

Totengedenken

In dieser feierlichen Stunde am heutigen Bezirksfeuerwehrtag in … möchten wir auch unsere verstorbenen Kameraden nicht vergessen und an sie denken.

Nur ein Stück weit konnten wir den Weg des Lebens mit ihnen gemeinsam gehen:
Verhallt sind ihre Worte, die uns bewegt haben.
Verwehrt sind ihre Blicke, die uns reich beschenkt haben.
Verflogen sind ihre Gedanken und Ideen, die uns bereichert haben.
Vergangen ist ihre tatkräftige Hilfe, die uns und Notleidenden gut getan hat.Verflossen sind ihre Träume, die uns bezaubert haben.

Und doch schimmert durch alle Schleier der Trauer und der schmerzlichen Trennung ein Licht der Hoffnung:

Wir bleiben uns nahe,
und wir werden ganz neu zusammen sein,
im Land des Friedens und des Lichtes,
zeitlos und glücklich.

Unsere Toten gehören zu den Unsichtbaren, aber nicht zu den Abwesenden;
sie sind lebendig in Gott; so bleiben sie zugleich auch uns nah.

Deshalb bitten wir für unsere Kameraden:

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe
 Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Herr, lass sie ruhen in Frieden.
  Amen.

Predigten

Floriani 2011 von LFKurDr.  Anno Schulte Herbrüggen

Liebe Kameraden, liebe Pfarrgemeinde,

für mich ist es etwas ganz besonderes, heute bei unserer Floriani-Messe mit euch nicht nur wie gewohnt in unserer Feuerwehrhalle zusammen zu sein, sondern in unserer Pfarrkirche. Allein dieser Ortswechsel sagt schon viel aus.
Wir sind heute hier, weil wir unsere Arbeit als Feuerwehrleute bewusst einmal nicht aus der gewohnten Perspektive betrachten wollen, sondern aus einem anderen Blickwinkel. 
Wenn ich das heutige Emmausevangelium höre und gleichzeitig an dieses erste Halbjahr von uns miteinander zurückdenke, dann gibt es einen Einsatz, der uns wie ein Schlüssel neue Blickwinkel auf unser Tun eröffnet. Vermutlich ahnt ihr schon, von welchem Einsatz ich spreche: es ist der Verkehrsunfall zwischen Tassenbach und Kartitsch am Sonntag nach meinem Einstand. Für viele von uns bleibt er in Erinnerung nicht nur als selten schwieriger, sondern zusätzlich zunächst auch als ausgesprochen belastender Einsatz. 
Wie gescheit war es, dass wir uns am Abend des nächsten Tages im Kameradschaftsraum getroffen haben, um miteinander über das Erlebte zu reden. Von nichts anderem berichtet heute auch das Evangelium. Die beiden Jünger, die da niedergeschlagen auf dem Weg sind, reden miteinander über alles. Und da einer ist bei ihnen, der ihr Gespräch sogar noch fördert und erst so richtig in Gang bringt. Sie merken: das tut jetzt aber gut. 
Aber es passiert noch viel mehr: Während sie reden, verändert sich etwas in ihnen, zunächst leise und unmerklich; erst im Rückblick wird ihnen bewusst, wie entscheidend und tiefgreifend diese Veränderung in ihnen ist. Und wie heilsam. Schritt für Schritt gewannen sie einen neuen Blickwinkel des Ganzen. Und statt dem ersten Impuls zu folgen „Das nie mehr! Nur weg von hier! Nur raus aus Jerusalem!“ und davonzurennen, kehren sie am Ende wieder genau nach Jerusalem zurück. In unserer Sprache würde man sagen: sie waren wieder voll einsatzbereit, ja vielleicht sogar gestärkt einsatzfähig.
Emaus ist nicht weit weg. In solchen Momenten merken wir das. Emaus kann mitten unter uns sein. Hier in Sillian. In unserer Feuerwehr. Und auch anderswo. Das ist vielleicht das erste, was uns Gott heute bei unserer Florianimesse mitgeben will.
Doch erlaubt mir noch einen zweiten Gedanken. Denn wenn ich ehrlich bin, berührt er mich sogar noch mehr als der erste.
Für uns, die wir da bei diesem Unfall im Einsatz waren, heißt der Blickwinkel zuerst doch einmal: Einsatz so gut es ging abgearbeitet! Alles, was in unserer Macht steht, mit größtmöglicher Umsicht eingesetzet! 
Doch das ist nicht der einzige Blickwinkel. Ihr wisst, dass mich seit dem Unfalltag eine freundschaftliche Beziehung mit der Familie Gasser verbindet. Und aus deren Blickwinkel hört sich unser Einsatz anders an. Wenn die Hanna an ihre Rettung denkt, dann kann sie gar nicht anders, als Gott für ihre Rettung zu danken. 
Und genau hier, denke ich, setzt der zweite, überraschende und entscheidende Wechsel des Blickwinkels an. Was wir tun, ist nicht nur unser Tun, sondern da tut ein anderer durch uns, und mit uns. Gott sei Dank. Gott selber rettet durch uns, und mit uns. Als Feuerwehrleute ist es uns geschenkt, immer wieder in diesen durchsichtigen Grenzbereich auf Gott hin einzutreten, und darin mit zu wirken. Wer diesen Blickwinkel einmal gewonnen hat, kehrt nach einem gelungenen Einsatz nicht mit stolzgeschwollener Brust heim, sondern mit großer Dankbarkeit und Demut. 
Wißt’s, liebe Kameraden, in der Begleitung des Einsatzes nach dem Hubschrauberabsturz am Achensee waren es genau die zentralen Einsatzleiter der beteiligten Rettungsorganisationen, die mir gegenüber diesen Blickwinkel von sich aus ganz deutlich angesprochen haben. Wenn wir alles geben, dann haben wir dennoch nichts in unserer Hand, sondern da tut ein ganz anderer mit uns, und durch uns. Als Feuerwehrleuten ist es uns geschenkt, immer wieder in diesen durchsichtigen Grenzbereich eintreten zu dürfen, und damit hautnah Gottes Einsatz für uns Menschen und seinen Willen, Leben zu retten, zu erfahren. 
Das, liebe Freunde, glaub ich ist der zweite wesentliche Gedanke, den Gott uns bei der heurigen Florianimesse mitgeben will.


Floriani 2007 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Liebe Feuerwehrkameraden, liebe Pfarrgemeinde, 

Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

Die ersten beiden Sätze des heutigen Evangeliums. Zwei Sätze, die dem Wesen des Feuerwehrmannes wie auf den Leib geschnitten sind. 
Wer von uns weiß schon was ihn erwartet, wenn der Pieps geht oder die Sirene heult? Wer von uns weiß schon was ihn erwartet, wenn er mit Blaulicht im Fahrzeug zum Einsatzort eilt? Da wird es wohl keinen geben, den solche Momente kalt lassen! Da steigt bei jedem der Puls! 
Und was wir dann leider so manches Mal am Einsatzort sehen, hinterlässt tiefe Spuren. Es gibt Einsätze, die liegen schon Jahre, ja Jahrzehnte zurück; und doch: wenn ich einen von euch davon erzählen höre, dann ist heute noch spürbar, wie tief euch das gegangen ist. V.a tödliche Unfälle von jungen Menschen.
Wer es schafft, in solchen Momenten mit kühlem Kopf und ruhiger Hand seinen Dienst zu machen, ist eh schon perfekt. Aber sobald du dann zurück bist, dann geht’s los. Und da wär einer, mit dem man offen reden kann, schon gut.
Ja, liebe Kameraden, liebe Pfarrgemeinde, Dank der guten Ausbildung und der modernen Technik ist es Gott sei Dank nur ganz selten, dass einer von uns im Einsatz sein Leben verliert. Aber ein Stück unseres Lebens, ein Stück unseres Inneren, das kann ein Einsatz schon kosten. Und jeder von uns ist dazu bereit.

„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt für seine Freunde“ – sagt Jesus an einer anderen Stelle. Für diese Bereitschaft, für diesen Einsatz, für diese Hingabe danken wir euch allen von Herzen, liebe Kameraden. Auch das ist eine Form, um von Jesus Zeugnis zu geben. Sowohl für uns als Pfarre wie für euch als Feuerwehrmänner ist es gut, sich daran heute zu erinnern.

Dieses Jahr seit dem letzten Florianifest ist von einem großen Einsatz geprägt: dem Katastropheneinsatz im August. Wem das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, wer alles verliert, der wird den Einsatz der Helfer, auch von euch Feuerwehrmännern nie vergessen. Erst wenn es einen selber hautnah trifft, kann man das Gefühl der Dankbarkeit erleben, wenn ihr auftaucht. Das hab ich selber nicht zuletzt bei dem kleinen Brand im Zammer Widum gesehen. Um jeden einzelnen, der da ist und hilft, bist du dem Himmel dankbar.
Liebe Kameraden, wie oft war aber noch ein ganz anderer im vergangenen Jahr auch mit an unserer Seite, gleich ob Daheim, im Beruf oder eben im Feuerwehreinsatz. Wie oft war ein ganz anderer an unserer Seite und mit von der Partie. Und hat seine Hand über uns gehalten. Ihm möchten wir Feuerwehreler heute von ganzem Herzen danken. Mit der gleichen Dankbarkeit, mit dem uns jene Opfer danken, denen wir geholfen haben. Denn es ist wahr:
Jesus ist der gute Hirte. Er gibt sein Leben hin – auch für dich. 
Der letzte und größte Dank gehört also dir, Jesus. Danke!.


Floriani 2008 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Liebe Florianijünger, liebe Kameraden, liebe Pfarrgemeinde,

es ist mehr als eine gute Tradition, einmal im Jahr Florianimesse zu feiern. Als ich letztes Jahr im Sommer im Stift St. Florian in Oberösterreich war, dem Ort der ersten Grablegung des Hl Florian, und euch zusammen mit unserm Bischof einen kurzen Gruß geschickt habe, ist mir ganz deutlich geworden, wo die Wurzeln seiner Hilfsbereitschaft liegen. Florian war eigentlich schon als Kanzleivorstand des römischen Statthalters in der Provinz Ufernoricum in Pension, als er im Jahr 304 einer Gruppe verfolgter Christen in ihrer Not beistehen wollte und damit selbst zur Zielscheibe der Verfolgung wurde. Nur wenig später wurde er somit selbst verurteilt und getötet.
Wenn man sich von dieser Person des Hl. Florian treffen lässt, wird vieles deutlich:
Wer bei der Feuerwehr ist, kennt keinen Ruhestand. Ob in Pension oder nicht, ob gelegen oder ungelegen, ob harmlos oder brandgefährlich, wenn andere Menschen in Not sind, sind Florianijünger zur Stelle. Ein Anruf genügt. Rund um die Uhr, zu jeder Tages- und Nachtzeit, und an 7 Tagen die Woche, das ganze Jahr. Wenn du in Not bist, Anruf genügt. 
Wenn bei uns der Pipser oder die Sirene geht, ist das kein Anlass für lange Überlegungen, ob es dir jetzt gerade gut einipaßt, auszurücken. Im gleichen Moment lässt du einfach alles stehen und liegen und springst. Menschen in Not sind kein Diskussionsvorschlag, sondern brauchen tatkräftige und kompetente Hilfe. Und das möglichst schnell.
Die tiefste Wurzel dieser Hilfsbereitschaft offenbart uns der Hl. Florian: es ist die bedingungslose Hilfsbereitschaft Gottes, die durch unser Tun spricht. Und genau mit diesem Gedanken sind wir mitten im heutigen Evangelium. Jesus sagt: „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“
Gottes Beistand braucht menschliche Hände, unsre Hände. Denn die sind da. 24 Stunden, 7 Tage, das ganze Jahr. Gottes Beistand für Notleidende wird so für Menschen erlebbar. Auch durch uns. 

Und noch ein Satz des heutigen Evangelium springt mir im Blick auf euch Feuerwehrkameraden ins Auge: „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen“, sagt Jesus. Waisenkinder, das sind Kinder, die selber vollkommen auf die Hilfe und Sorge anderer angewiesen sind, aber niemand mehr haben. Ohnmächtig der Not ausgeliefert. Und genau so lässt uns Jesus nicht zurück. 
Dieser Satz gilt aber auch für uns als Helfer. Die beste Ausrüstung, die beste Ausbildung, die größte Motivation und die beste Kameradschaft langen nicht. Wer von uns kennt nicht die Momente nach dem Einsatz, in denen dir bewusst wird, dass noch ein ganz anderer seine Hand über dich gehalten und auf dich gelegt hat. Wer von uns kennt sie nicht, die Momente nach dem Einsatz, wo dir bewusst wird, dass da doch noch eine bis zum letzten Moment unbekannte Gefahr geschlummert hat, die keiner von uns auch nur erahnen konnte, dass es z.B. verbotener Weise Gasflaschen oder Benzinkanister in unmittelbarer Brandnähe gab, von denen niemand wusste, und Gott sei Dank ist dennoch nichts passiert. 
„Ich lasse euch nicht als Waisen zurück“ – sagt Jesus. Ich bin bei euch. Ich selber rückte mit euch aus. Und ich selber schenke euch den Geist der Kameradschaft, der euch zusammenhält und euch so miteinander verbindet, dass ihr wie ein Mann seid.

Beides, die bedingungslose Hilfsbereitschaft des Hl. Florian und seiner Jünger für jeden Menschen in Not wie die Zusage Jesu, uns nicht als Waisen zurückzulassen, beides ist Grund genug, wirklich voll Dankbarkeit und mit ergriffenem Herzen Florianimesse zu feiern…


Floriani 2009 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Liebe Kameraden aus Rum und Neu Arzl, liebe Vertreter der Gemeinde Rum und der Stadt Innsbruck, liebe Musiker, liebe Pfarrgemeinde,

also ein gewisses Schmunzeln kann ich mir heute bei diesem Evangelium nicht verkneifen. Ich weiß nicht, wie es euch gegangen ist bei dem Satz: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind.“
Also wenn ich heute hier heroben im FoRum stehe, um mit euch Floriani zu feiern, seid ihr Neu Arzler Kameraden zum ersten Mal mit dabei. Schafe aus einem andern Stall. Und doch die gleichen Schafe. Kameraden mit dem gleichen Stallgeruch. Mit dem gleichen Stallgeruch der Hilfsbereitschaft. Wenn ich es recht bedenke, ist es letztlich der gleiche Stallgeruch des guten Hirten selber, der uns eint.
„Der gute Hirte gibt sein Leben hin für die Schafe“ – so heißt es im heutigen Evangelium. Mein Leben einsetzen für den, der in Not ist, diesen Stallgeruch des guten Hirten tragen wir gemeinsam an uns. 
„Der gute Hirte gibt sein Leben hin für die Schafe“ – da braucht es zunächst ein paar klärende Worte: Ziel von uns als Florianijünger ist es genau nicht, unser Leben hinzugeben, Ziel ist es nicht so in einen Einsatz zu gehen, dass ich dabei mein eigenes Leben verleire, sondern Ziel ist es, so zu helfen, dass ich zugleich mein eigenes Leben wie das des Notleidenden bewahre. Das ist das Ziel.
Und dennoch, jeder von uns weiß, dass jeder Einsatz auch Risiken mit sich bringt; das fängt bei der Anfahrt an und geht über alle möglichen Gefahren am Einsatzort bis hin zum Einrücken. Manche Gefahren können wir mit kühlem Kopf, guter Ausbildung und stetem Üben minimieren. Andere bleiben unvermeidbar. Wir nehmen sie auf uns, bewusst, um genau dann hilfreich bei Menschen zu sein, wenn sie in Not sind. Und eben das ist der Stallgeruch des guten Hirten, dem was liegt an seinen Schafen.

Kein Feuerwehrmann/frau geht in den Einsatz und misstraut dabei seinen KameradInnen. Vertrauen und sich verlassen können, beides gehört genauso zu unserer Grundausrüstung wie Ausbildung und entsprechende Technik. Sich gegenseitig vertrauen, sich aufeinander verlassen können, das ist im Einsatz absolut notwendig. 
Liebe Kameraden, mir kommt vor, das gilt nicht nur für den Einsatz; das gilt fürs Leben. Oder um es noch klarer zu sagen: das gilt auch für unsere Beziehung zu Gott. 
Gott vertrauen und sich auf ihn verlassen, mir scheint das genauso notwendig wie das kameradschaftliche Vertrauen innerhalb der Feuerwehr. Wie viel Kraft ginge dir verloren, wenn dein Leben von grundsätzlichem Misstrauen geprägt wäre, und von permanenter Angst. Wie viel Kraft ginge dir im Leben verloren, wenn du meintest, alles selber machen zu müssen und wenn du nur ja auf keine Hilfe angewiesen sein wolltest. Ja, auch mit dem gegenseitigen Vertrauen tragen wir den Stallgeruch des guten Hirten an uns.

Und letztlich ist dieses Vertrauen auf Gott, ist unsere Bereitschaft, uns auf ihn zu verlassen ja mit der Grund, warum wir überhaupt heute hier zusammen sind. Denn in dieser Feier wollen wir Gott danken; danken für jede unfallfreie Übung und jeden gelungenen Einsatz; für jede Lebendbergung und jedes gesunde Heimkommen von uns. Danken für unsere Kameradschaft und alles Miteinander. Und bitten um seinen Segen.


Floriani 2010 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Liebe Feuerwehrkameraden, liebe Freunde,
liebe Vertreter des öffentlichen Lebens aus Rum und Innsbruck,
liebe Pfarrgemeinde,
jeder Feuerwehrmann/frau, der/die in der Grundausbildung war, weiß sofort, was das bedeutet:
VERBRENNUNGSDREIECK AUFZEICHNEN
Das Verbrennungsdreieck. Es gehört zum grundlegendsten Wissen. Brennbares Material, Sauerstoff und Temperatur, wenn das Verhältnis zwischen diesen 3 Faktoren stimmt, dann brennt’s. 
Einem Feuer das brennbare Material entziehen, ist bei einem Vollbrand wohl nur kaum möglich. Aber den Sauerstoff entziehen, oder die ganze Sache runterkühlen, das geht.
Das Verbrennungsdreieck gilt aber nicht nur, wenn’s buchstäblich brennt. Wenn ich in die heutige Lesung hineinhöre, dann brennt’s da auch. Da sieht jemand voll Freude den Himmel offen, und die andern sind so von Ablehnung aufge-heizt, dass sie sich die Ohren zuhalten und wie blind gegen ihn losstürmen. Und sie geben keine Ruhe, bis der Störenfried mit Stumpf und Stil ausgelöscht ist. 
Das Verbrennungsdreieck gilt nicht nur beim Feuer, es sagt uns was in unserm menschlichen Miteinander. Es ist ein stimmiges Bild für unsere Beziehungen. Wenn wir lange genug jemandem einheizen, wird er heiß laufen und explodie-ren; das ist nun mal so. Potenziell brennbares Material ist also jedeR von uns. Das können wir nicht entziehen.
Was wir aber beeinflussen können, ist die Temperatur, mit der wir miteinander umgehen. Wer allerweil gegen andere stichelt und schürt, steigert die Tempera-tur unerträglich, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es durchzündet. Temperatur herausnehmen, das Gemüt runterkühlen, mir selber so viel Zeit geben, bis ich das, was ich zu sagen habe, dem andern in Ruhe sagen kann und in einer Form, bei der er trotz vielleicht notwendiger Kritik auch meine Achtung und mein Wohlwollen spürt, Temperatur rausnehmen und Gemüt runterkühlen, wenn wir darauf achten, wird das Miteinander nicht in den Flammen zerstört.
Und Sauerstoff entziehen. Wer einerseits das, was hinten herum geredet wird, zu wichtig nimmt, und wer anderseits das ganze vielleicht auch noch durch das eigene Mitreden verstärkt und ausweitet, fächert einem Schwelbrand noch fest Sauerstoff zu. Manches getrost auch überhören und nicht reagieren, und allemal nicht durch’s eigene Mitreden verstärken, wer so tut, entzieht dem drohenden Feuer Sauerstoff.
Und ganz nebenbei: wenn ich dieses Symbol des Verbrennungsdreiecks … 
->Gemeinschaft von Gott, Miteinander bei Gott…
Stefanus ließ sich vom Hass seiner Freunde nicht anstecken. Und Florian lies sich von den Drohungen der Römern nicht einschüchtern. Beide beleuchten etwas vom Wesen des guten Feuerwehrkameraden. Beim heurigen Florianifest sehe ich beide, Stefanus und Florian, Arm in Arm gehen; was für ein Bild für eine Feier, bei der zwei Wehren aus zwei Bezirken eines SRs zusammenkommen…


Segnung neues Feuerwehrhaus der FF Arnbach (Anno Schulte - Herbrüggen)

Liebe festliche Gemeinde,
heute gibt’s wirklich Grund zur Freude. Und ich denke dass jeder, der hier sitzt oder steht, wirklich a große Freud hat. Für a Dörfl wie Arnbach ist diese Halle ein Jahrhundertwerk. Und es ist euch gelungen, den einzigen Moment, wo die Realisierung eines solchen Mega-Projekts möglich war, zu nutzen. Inzwischen ginge das wohl kaum mehr. Gratuliere.
Viele haben da zuammengeholfen: die Agrar mit dem Gratis-Grund, das Land Tirol und die Gemeinde Sillian mit den notwendigen finanziellen Mitteln. Allen Beteiligten einen ganz herzlichen Dank. 
Ein wenig muss ich ja schmunzeln, dass das morgige Sonntagsevangelium zufällig davon spricht, sich mit Hilfe des Geldes Freunde zu machen. Fremden Geldes. Wenn Agrar, Land und Gemeinde hier zusammenlegen, dann passiert genau das: sie setzen fremdes Geld zum Wohl und zur Freude von andern Menschen ein. Danke, dass ihr das euch anvertraute, fremde Geld so eingesetzt habt.
Und Dank ist wohl auch das Stichwort, warum ihr mich heute hier zur Festmesse eingeladen habt. Messfeier, Eucharistie, d.h. Dank-Sagen. Gott Dank sagen. Und ihn um seinen Segen bitten.
Ich hab mich gefragt, wie man eine solche Segensbitte wohl am besten in unsere Feuerwehrsprache übersetzen könnte. Und da ist mir ein Ausrüstungsstück in den Sinn gekommen.
-> Stützkrümmer holen

Ein Stützkrümmer. Je größer der druck am Schlauch und am Strahlrohr wird, je mehr stützt der Krümmer ab und spielt uns frei. Männer, die sonst zum heben und sichern gebunden werden, werden frei gespielt.
Wenn wir heute Gott um seinen Segen bitten, machen wir uns bewusst, wie notwendig wir ihn in unserer Arbeit brauchen. Gott als Stützkrümmer: je größer der Druck im Einsatz wird, je mehr fängt er ab, gibt Halt und Sicherheit, und spielt uns frei, nach Kräften das unsere Beizutragen. Denn Druck ableiten können, einen haben, der den Druck aufnimmt, der Sicherheit gibt, und der uns dadurch frei spielt, das Unsere beizutragen. Um diesen Segen Gottes wollen wir von Herzen bitten. Den brauchen wir.

Doch erlaubt mir noch einen zweiten Gedanken. Mich fasziniert, mit welchem Weitblick, und welchem Gefühl für das Wesentliche ihr diese neue Feuerwehrhalle gebaut habt. Und dabei denke ich jetzt grad nicht an die nützlichen Dinge wie Wasser und Kloanlagen im Haus und ausreichend Raum für die Mannschaft. Nein, jetzt grad denke ich an den wunderschönen Kameradschaftsraum. Mich fasziniert, dass die Feuerwehr der Ort ist, wo sich alle Vereine und Gruppen von Arnbach nunmehr versammeln können. Denn damit wird eine weitere Aufgabe der Feuerwehr sichtbar: Gemeinschaft stiften, und Menschen im umfassendsten Sinn des Wortes helfen. Doll, wenn diese neue Halle einen solchen Dienst für das Dorf leisten kann.
Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr – und zur Freud!


RUF-BEREITSCHAFT (Elemente für eine Predigt von LFKur Dr. Ferdinand Reisinger zum Fest des HL. FLORIAN (4.Mai (2011)):

„Sich gut motiviert den Nöten stellen....“ 

1. Inmitten von viel Gutem – die Allgegenwart von Nöten....
Es gibt viele Anstrengungen, um das Leben auf dieser Welt besser, humaner und verträglicher zu machen. Der gute Wille und auch der professionelle Einsatz von Männern und Frauen in der Politik, in den Sozialeinrichtungen, in Bildung und Erziehung dürfen nicht übersehen werden, sie wollen und sollen gesehen und bedankt sein. Es gibt Fortschritte zum Guten und Besseren und einen Abbau von unheilvollen Lebensbedingungen.

Aber bei aller Euphorie und bei allem gesunden Optimismus darf nicht übersehen werden, dass es auch Schattenzonen des Daseins gibt. Und es zeigt sich Tag um Tag neu, daß es Zeitgenossen gibt, denen wenig oder kein Glück beschieden ist, die vielmehr immer wieder und bisweilen recht langfristig von Schicksalsschlägen, Nöten, Sorgen und Angst heimgesucht werden. Bei manchen fehlt das Talent, das Dasein erfolgreicher zu gestalten. Und vielfach gibt es unverschuldetes Leid, ja Ereignisse, die man nur mehr als Katastrophen bezeichnen kann. 

Wie viel Aufmerksamkeit, Sensibilität und Hilfsbereitschaft für die Be- und Getroffenen gibt es bei denen, wo (fast) alles „gut läuft ?

Es ist schon verstehbar, dasss wir der Not zunächst ausweichen wollen, - und dass uns Angst überkommt, wenn wir mitansehen müssen, was es an Unheil gibt. Wir wenden den Blick schnell weg und wollen sogleich vergessen(machen), was uns an Herz und Seele angekratzt hat.

Wir wünschen uns ein problemfreies Leben; erhoffen uns ein Dasein in der Idylle. Freilich: Die Wirklichkeit spielt nicht so. Viele sind von diesem Schwelgen-Können ausgeschlossen, ja sogar von derartigen Träumen. Ihre Not, die Verzweiflung und ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Klagen und die (oft stummen) Hilfeschreie dringen nicht wirklich an die Ohren der Wohlstandsbürger.. 

Täglich werden uns durch die Bild- und Printmedien Katastrophen- und Elendsberichte vor Augen gestellt. Wirklich miterleben tun es aber dann nur jene, die berufsmäßig oder freiwillig als Rettungs- und Katastropheneinsatzkräfte vor Ort sind: als Ärzte oder Polizisten, als Sanitäter oder Feuerwehrleute!

Dass sie soviel Bereitschaft und Mut aufbringen, ist alles andere als selbstverständlich! Sie brauchen dazu immer wieder auch Begleitung und einen neuen Motivationsschub ! Um einen solchengeht es, wenn wir uns – anläßlich des Florians-Festes - Gedanken zum „Helfen in der Not“ machen.....

2.    Glaube als „Schule des Sehens“ 
und als „Sensibilisierung zu guten Tat“.
Gemeinsam der Not entgegentreten: Das wollen so manche. Aber dafür ist auch eine entsprechende „Schulung“ notwendig! 
Wer sich in die Spur und in die Schule Jesu begeben hat, muß damit rechnen, daß dieser Lehrer uns ein neues Begreifen und Verstehen beibringen will. Er hat es drauf abgesehen, die Augen zu öffnen, die Herzen zu mobilisieren. Er will vom bloßen Betroffensein weg- und weiterführen. Und er will bereitmachen zu einer Entscheidung: 

Begleiten wir ihn auf seinem Weg des öffentlichen Wirkens: Anfangs war seine Predigt (gemäß dem Evangelisten Matthäus) ein Zu-Spruch, eine Einladung (Mth 5: Seligpreisungen der Bergpredigt). Dann folgt aber bald eine Schock-Therapie (die sog. Antithesen: „Ich aber sage euch...!“). Wenig später kommen die demaskierenden Gleichnisse, bei denen die erste Reaktion lautet: „Das macht doch kein Mensch (so)!“. Und er verblüfft durch sein oft unorthodoxes Heilshandeln, das die Menschen als „Wunder“ erleben. Schlußendlich malt Jesus vor den Augen der Seinen ein Panoramabild mit aller Schärfe und mit allen erschreckenden Kontrasten: in der sogenannten Gerichtsrede (Mth 25). 

Nach dem Aufnehmen dieser Botschaft gibt es eigentlich kein Ausweichen mehr, kein Sich-Entschuldigen, auch kein Flüchten. Das Augen-Abwenden, Ohren-Zuhalten, Hände-Heraushalten ist nicht mehr möglich. Die einzige plausible Reaktion muß sein: „Leute, es gibt zu tun!“; laufen, zupacken, helfen !

Nehmen wir dieses Bild, diese Szenen genauer unter die Lupe: 

Zweimal läßt Jesus die Notleidenden (gleichlautend) vor unsern Augen aufmarschieren: Die Elendsgestalten, die gequält sind von Hunger und Durst; jene die ohne Kleider sind und ohne Identitätsausweise (Asylanten);  die Kranken und die Gefangenen blicken uns an, und auch die einsamst Verstorbenen... 

Und unsere Reaktion möchte wieder sein: Augen schließen, Ohren zuhalte, und nicht drüber reden.... Schon beginnen wieder der Erklärungs- und Entschuldigungsmechanismen: Das sind ja nur Einzelfälle. Und in unserm Sozialstaat ist doch vorgesorgt; niemand fällt bei uns durch den Rost; alle bekommen zu essen. Außerdem: Es braucht professionelle Hilfe (für die Kranken). Und das Schubladendenken mischt sich ein: Die Fremdlinge und Asylanten sind ja nur Wirtschaftsflüchtlinge. Und die Gefangenen sitzen zurecht im Knast; sie haben Kriminelles am Kerbholz. Sie gehören weggesperrt und müssen dort ihre verdiente Strafe abzubüßen..... !  

Wir haben uns angewöhnt, das Notfalls-Szenario als einen Sach-Verhalt zu behandeln und zu verrechnen. Und irgendwie werden alle „Fälle“ einer Hilfsinstanz zugewiesen. Dann wird sich das Problem schon irgendwie lösen... Wo kämen wir denn hin, wenn wir die Notfälle als Schicksal von Individuen ansehen würden, wenn die Augen der Notleidenden immer konkret auf uns gerichtet wären!!! 

Solche Reaktions- und Verhaltensweise ist nicht nur die Kehrseite unserer Wohlstandsgesellschaft. Auch die Jünger Jesu wollten die am Straßenrand um Hilfe Schreienden abschieben und mundtot machen. Jesus aber erteilt solchem Reagieren (Mk 10, 46-52) eine deutliche Absage: Er fordert den Blinden Bartimäus auf näher zu kommen. Er richtet die in sich gekrümmte und verbitterte Frau auf: Er wendet genau diesen Leuten zu, öffnet sein Herz für sie, zeigt Mit-Leid. Aber dabei läßt er es nicht bewenden. Er ermöglicht und gibt eine Chance zur Rückkehr in die Menschengemeinschaft. Er durchbricht die Mechanismen des Ausschliessens und setzt Schritte zur Integration in den Gemeinschaftsverband.

3.    Das Ziel der (freiwilligen) Feuerwehren: Gemeinsam der Not entgegentreten!
Gott sei Dank gibt es zu allen Zeiten einzelne Menschen, aber auch Gruppen und Organisationen, die nicht lang zögern, die aufspringen und zugreifen, wo eine Not sie anschreit. Manchmal ist es der „Stumme Schrei“ des „Nachbarn in Not“; oft sind es aber auch katastrophale Ereignisse, die (ganz) viele in Mitleidenschaft ziehen!

Die Feuerwehren gehören (unterdessen weltweit) zu den Einrichtungen, die ihr Einsatzfeld dort sehen, wo elementare Nöte die Existenz von Mitmenschen bedrohen oder schon zerstört haben, wo Feuer oder Wasser und dergleichen Hab und Gut ruinierten, und damit auch alle Zuversicht der Getroffenen....

„Retten, löschen, bergen, schützen,!“ Diese Imperative kennt jedes Mitglied der Feuerwehren. Damit gibt es auch eine sinnvolle Reihenfolge; zuerst sind die Menschen zu retten, sodann folgt das Löschen dessen, was noch weiterhin Unheil anrichtet; danach ist zu bergen und zu schützen, was noch heil ist. 

Die Feuerwehren sind eine geschätzte und gute Organisation, eine mit modernem technischem Gerät ausgestattete Hilfstruppe. Die Feuerwehrmänner, genau so aber auch die –frauen und –jugendlichen werden konsequent ausgebildet, erprobt und motiviert. Nicht nur die Kommandanten und die Jugendbetreuer leisten dabei das Ihre; auch die Feuerwehr-Kuraten wollen sich als Kameraden zeigen und bewähren. Das Wort Kamerad bedeutet eigentlich: Stubenkollege; so wollen auch sie „dasein und begleiten“. Sie können von der Bibel her argumentieren; sie können auf leuchtende Vorbilder im Gang der Geschichte hinweisen, die auf plötzlich auftretende Nöte spontan reagiert haben, und die Mutmacher waren für die andern, die von den Ereignissen massiv gefordert wurden. Der heilige Florian – fast überall als Patron der Feuerwehren verehrt – galt und gilt landläufig als „Not-Helfer“, der einfach „zugegen ist, wenn es irgendwo brennt“ (im wörtlichen und im übertragenen Sinn).

4. Solidarischer Beistand 
Jesu Beispiel für solidarisches Verhalten hat in der frühen Kirche gezündet; Beistand und Hilfsbereitschaft wurden zu einem Marken- und Gütesiegel der ersten Christen: „Seht, wie sie einander lieben!“ Und die Fürsorge und Caritas reichte nicht nur bis zu den Glaubensbrüdern und –schwestern: Alle verkauften was sie hatten und brachten den Erlös für die Gemeinschaftskasse; das war die Basis zu einer gerechter strukturierten Gemeinschaft, in der „es keinen gab, der Not leiden mußte“ (Apg 4,32).

Die Herausforderung, die Jesus zumutet, geht nicht zuerst aufs Äußere, also nicht auf ein „kaltes Teilen“. Es geht um Erziehung zur Warm-Herzigkeit, und damit zu barm-herzigen Denken und Handeln: Den „Geringsten“ unter allen, dh auch: den Elendsten, Unsympathischsten, möglicherweise auch durch Eigenverschulden Gestrandeten gilt es zu beachten, und in ihm Jesus selber zu entdecken ! Das zu verstehen mag ein Prozeß in unserm Innern sein, der einem Herz und umdrehen Magen kann (oder muß).... Aber wirkliche Nachfolge Jesu ist billiger nicht zu haben.....

Im Gang der Kirchengeschichte haben uns die großen „Heiligen der Caritas“ (wie Martin, Elisabeth und viele andere) immer wieder gelehrt, was Helfen konkret heißt;  (und alle großen Heiligen war selbstverständlich auch caritative und diakonische Männer oder Frauen). Sie waren es nicht nur im Wort, sondern auch in ihrem Lebens-Beispiel. Sie haben mit ganzem Herzen und ohne Rücksicht auf Verluste (zB der eigenen Gesundheit) zugelangt. Sie haben im Dienst der „Notfallshilfe“ Bewegungen und Gemeinschaften (Orden) organisiert und „Werke“ auf die Beine gestellt, noch lange ehe es öffentliche oder staatliche Fürsorge gegebenen hat. „Werke der Barmherzigkeit“ hat man das im Lauf der Zeit genannt. Was ist damit gemeint? Es ist nichts anderes als die Auflistung dessen, was wir aus dem Mth-Evangelium gehört haben:

Die (sogenannten) 
„leiblichen Werke der Barmherzigkeit“ sind:
„Den Hungernden zu essen geben,
den Durstigen zu trinken geben,
die Fremden und Obdachlosen beherbergen,
die Nackten bekleiden, 
die Kranken besuchen, 
die Gefangenen befreien,
(die Toten bestatten)“.

Dazu entwickelte sich auch ein zweiter Katalog, 
die (sogenannten) 
„Geistlichen Werke der Barmherzigkeit“, 
nämlich: 
„die Unwissenden lehren,
die Zweifelnden beraten,
die Trauernden trösten,
die Sünder zurechtweisen,
den Beleidigern gern verzeihen,
die Lästigen geduldig ertragen, 
für die Lebenden und Verstorbenen beten“. 

In früheren Jahrhunderten waren auf vielen kirchlichen Gebäuden, auf Krankenhäusern und Siechenheimen diese „Werke“ auch bildlich dargestellt, den vorbeikommenden Wohlsituierten zur Mahnung, den Geschlagenen und Verzweifelten zum Trost. Sinnsprüche haben zum Nachdenklichwerden aufgerufen, zur spontanen Hilfe, oder wenigstens zum Griff in den Geldbeutel! 

Es würde auch unserer Zeit gut anstehen, die aktuellen Nöte so aufrüttelnd zu präsentieren, daß uns die Augen (und mehr noch die Herzen) aufgehen! All zu viel Not wird ignoriert, tabuisiert, schöngeredet; und sie besteht doch noch genau so wie früher!

Wir brauchen keine Kirche, die sich Caritas und Diakonie nur als Alibi (und zur Imagepflege in turbulenten Zeiten) vornimmt. Wir brauchen ChristInnen,  die „um der (konkreten) Menschen willen...“ zugreifen: (vgl. das gleichlautende Jahresmotto (2010/11) der Diözese Linz). Dafür müssen die Kirchen notwendigerweise auch „Augen- und Herzenspflege“ betreiben; -  und bei den Notleidenden wirklich ihren Dienst tun. Sie kann sich nicht „die Hände in Unschuld waschen“. Sie muß zulangen; denn „es gibt zu tun „! Bischof Jean Gaillot hat zurecht gesagt:  „Eine Kirche, die nicht dem Leben dient, verdient nicht zu leben !“ Die klassischen Werke sind immer noch aktuell; neue sind gefordert!
 
All zu selbstverständlich sagen wir heute, daß durch Wohlfahrtseinrichtungen, durch Medizin, Pharmazie und Technik ein Großteil der Übel von Massenelend behoben oder wenigstens behebbar sei. Überall dort, wo das wirklich der Fall ist, dürfen wir dankbar sein. Selbstverständlich ist das alles nicht. Hunger ist (neben den Kriegen) auch in unseren Tagen die größte Menschheitsplage; nicht weniger die Tatsache, daß nicht für alle genug Trinkwasser zur Verfügung steht.

Jean Ziegler, der Schweizer Soziologe und Journalist, hat mit seinem Buch „Wie kommt der Hunger in die Welt? Ein Gespräch mit meinem Sohn“ (München 2002) ein eingängiges und verständliches Plädoyer vorgelegt: Er muß seinem Sohn zu dieser Frage Rede und Antwort stehen ! Eine not-wendige Lektüre, für Eltern samt Kindern.

Zu jedem der klassischen „Werke der Barmherzigkeit“ gibt es Beispiele für das Heute. Manches muß auf die jetzigen Bedingungen übersetzt werden. Wir können nicht einfach sagen: Wir befreien Gefangene (und stürmen dazu ein Gefängnis). Oder: Wir lösen kurzerhand alle Asylantenprobleme; alle sollen bei uns bleiben dürfen... Aber Kranken Zeit zu schenken ist allemal auch heute möglich. Und Phantasie zu entwickeln, wie Gestrauchelte, Schuldiggewordene nach ihrer Haftstrafe wieder eine Chance bekommen können, wie sie in der Gesellschaft akzeptiert und nicht geächtet sein können: das ist eine mehr als akute Herausforderung!

5. Zum Helfen bereit, - wenn ich mir auch helfen lasse
Menschen von heute, zumal solche, die sich als Christen verstehen, müssen sich dadurch ausweisen, bekennen und bewähren, daß sie an einer Atmosphäre mitarbeiten, in der Not nicht einfach Schicksal ist, sondern ein „menschliches Problem“, dh eine zu lösende Aufgabe ! Wir stehen nicht allein da im Kampf gegen die „Plagen der Menschheit“. Und wir müssen unsere Leistungen und Erfolge nicht mit geschwellter Brust vor uns hertragen (nach dem Motto: „Tue Gutes und red möglichst viel davon“; dieser Slogan ist nicht gerade im Sinn Jesu! (Mth 6, 1-4)). 
Anderseits: Verstecken brauchen wir uns mit dem Engagement im Sinn von „christlicher Caritas“ auch nicht (im Großen wie im Kleinen). Aber wir müssen wissen: Jede Minute verrecken tausende Hungernde, sterben Kranke ungetröstet, verzweifeln Schuldige und Unschuldige in den Gefängnissen, müssen redliche Asylwerber den Fremdenhass verspüren.... Wir haben Mitverantwortung für das Klima in unserer Gesellschaft, für das Solidarbewußtsein. 

Helfen ist dann eine „runde Sache“, wenn die Helfer gelernt haben, sich auch selbst helfen zu lassen. „Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen“ (SvE) ist kein Zugeständnis, damit sich Schwächlinge wieder erfangen können. Es ist verantwortliche Zurüstung zu neuerlicher Einsatzbereitschaft. 
Dienst in der Feuerwehr darf also keine engstirnige Sache sein. Es braucht auch den Blick auf all die anderen, die mit uns ihre Bereitschaft zum Einsatz unter Beweis stellen. Es braucht die Befähigung, ohne Konkurrenzneid zusammenzustehen, Hand in Hand zu arbeiten, „...um der Menschen willen, die in Not geraten sind...“ 
Drum sollen wir auch auf die Zukunft schauen. Es darf uns nicht egal sein, wenn die „Egomanie“ zunimmt.  Es soll uns ein Anliegen sein, dass auch die nächste Generation die „Sieben Werke der Barmherzigkeit“ noch kennt !! 
Jesus hat uns mit deutlichen Worten zu Herzen und ins Gewissen geredet: Ist uns seine Gerichtsrede Jesu noch immer nicht genug Lehre: „Was ihr diesen Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan...“?
Die Konsequenz müßte heißen: „Leute, es gibt zu tun! Und zwar gleich !...“

Fürbitten

Guter Gott, der Aufgabenbereich der Feuerwehren wird beschrieben als: „retten –bergen – löschen - schützen.“ Das ist eine Vielzahl von Tätigkeiten, die die Feuerwehr zu erfüllen hat. Die Feuerwehren, die dein Gebot der Sorge um den Nächsten ernst nehmen, haben sich den Hl. Florian als Schutzpatron auserkoren.
Bei unserem Florianigottesdienst bitten wir dich:

- Steh den Feuerwehrmännern in ihrem Dienst an der Gemeinschaft bei, wenn sie im Brand- oder Katastrophenfall das neue Kleinlöschfahrzeug, das heute gesegnet und in den Dienst gestellt wird, einsetzen müssen.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Gib den Feuerwehrkameraden, die sich ab nun für Führungspositionen zur Verfügung stellen, die Kraft und das notwendige Feingefühl, dass sie ihre Funktionen überlegt, verantwortungsbewusst und vorbildhaft ausüben.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Schenke den jungen Feuerwehrmännern, die mit der Ablegung des Gelöbnisses nun in die Reihe der Feuerwehrkameraden eintreten, die Bereitschaft, sich in den selbstlosen Dienst einer Gemeinschaft einzubringen.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Gib, dass das Zusammentreffen von Angelobungen junger Menschen und die Ehrung lang gedienter  Feuerwehrmänner, zum so notwendigen Verständnis zwischen den Generationen beitragen möge.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Vergilt allen unseren gefallenen und verstorbenen Feuerwehrkameraden, ihre Mitarbeit und Treue und schenke ihnen bei dir die ewige Freude.
Wir bitten dich erhöre uns!

Guter Gott, du schenkst den Menschen, die auf dich vertrauen, besondere Kräfte, auch denen, die die Augen offen haben für die Menschen, die um sie sind. Gewähre uns allen Schutz und Hilfe im Dienst am Nächsten. Darum bitten  wir dich durch Christus,  unseren Herrn. Amen.


Das Patronat des hl. Florian gegen Feuersgefahr geht ins 16.Jahrhundert zurück. Der hl. Florian wird aber auch in übertragener Weise bei Feuergefahren in der Welt angerufen. Dies zeigt ein Spruch, der auf einem Wohnhaus angebracht ist: Es brennt, oh heiliger Florian, heut aller Orts und Enden. Du aber bist der rechte Mann, solch Unglück abzuwenden.

Wir wollen nun mit dem hl. Florian Gott, den Herrn, bitten:

- Hilf den Feuerwehren beim Schutz  der materiellen Werte und gib Ihnen auch die rechte Einstellung, wenn sie zu Feuergefahren im übertragenen Sinne gerufen werden.
Wir bitten dich ....

- Ermutige die jungen Feuerwehrmänner, die heute angelobt werden und sich  nun in die Reihe der Feuerwehrkameraden zum selbstlosen Dienst an der Gemeinschaft einordnen.
Wir bitten dich ....

- Gib, dass der Beitritt dieser jungen Menschen zur Feuerwehr und die heutige Ehrung von Kameraden für jahrzehntelange Mitgliedschaft zum so notwendigen Verständnis zwischen den Generationen beitragen möge.
Wir bitten dich ....

- Stehe den Feuerwehrmännern bei, wenn es gilt, Mensch und Tier sowie Hab und Gut zu schützen und zu retten.
Wir bitten dich ...

- Wir gedenken heute auch unserer verstorbenen und gefallenen Feuerwehrkameraden. Nimm alle in deine Gemeinschaft auf uns schenke ihnen die Fülle des Lebens.
Wir bitten dich ...


Bei der Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehren im mitteleuropäischen Raum wurde von einer Feuerwehr der Hl. Florian als Vorbild auf ihre Fahne gehoben. Diesem Beispiel sind dann alle weiteren neugegründeten Wehren in unseren Nachbarländern und auch in Österreich gefolgt.
Das Leben unseres Schutzpatrons, seine Tugenden und seine Taten haben die Feuerwehrkameraden so begeistert, dass sie gelobten, ihren freiwillig übernommenen Dienst nach seinem Vorbild auszuüben und so erinnert uns der Hl. Florian bis heute an das christliche Gebot der Hilfeleistung für in Not geratene Mitmenschen.
Im Vertrauen auf die Güte Gottes und die Fürsprache des Hl. Florian bitten wir:

- Für alle Feuerwehrmänner: Jede Gemeinde braucht den Wärmestrom einer uneigennützigen Hilfsbereitschaft. Steh den Feuerwehrmännern bei, dass ihr freiwilliger Dienst und ihre Einsatzbereitschaft bei Feuer, Hochwasser und Unfällen bis hin zu den Absperrdiensten bei kirchlichen und weltlichen Anlässen weiterhin ein Wärmfluss bleibt, der das soziale Klima und das Zusammenleben in unserem Dorf beeinflusst. 
Wir bitten Dich.....

- Für die Jungfeuerwehrmänner, die angelobt werden: Treue, Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit sind Lebenseinstellungen der Feuerwehrmänner. Hilf diesen jungen Feuerwehrkameraden, dass sie ihren Dienst im Sinne dieser Tugenden bewältigen.
Wir bitten Dich....

- Für die Feuerwehrkameraden, die befördert und nun leitende Funktionen übernehmen werden: Stärke und ermutige sie, dass sie ihre ehrenamtlichen Führungsaufgaben in dieser Gesinnungsgemeinschaft quer durch alle Berufe vorbildlich, verantwortungsbewusst und mit Idealismus ausüben.
Wir bitten Dich...

- Für die verstorbenen Feuerwehrkameraden: In Ehrfurcht gedenken wir heute auch unserer verstorbenen und gefallenen Feuerwehrkameraden. Gewähre ihnen Anteil am österlichen Leben und lass uns in Dankbarkeit mit ihnen verbunden sein.
Wir bitten Dich ...


Wo dem Menschen besonders große Gefahren drohen, wo Ereignisse eintreten, denen er mit seinen Mitteln und Kräften nicht mehr gewachsen ist, da hat sich der gläubige Mensch Hilfe bei Stärkeren gesucht und sich bestimmte Heilige als besondere Schutzpatrone auserkoren.
Der Hl. Florian ist einer dieser „Starken“, ist einer, der in unserem Lande eine große Verehrung genießt. Ihn haben sich die Männer der Feuerwehr zu ihrem Beschützer auserwählt. 
So lasst uns nun im Vertrauen auf Gottes Güte um die Fürsprache des Hl. Florian bitten:

- Hilf allen Feuerwehrmännern in ihrem Dienst am Nächsten und  an der Gemeinschaft und steh ihnen bei, wenn sie im Brand- oder Katastrophenfalle das neue  Lösch- und Bergefahrzeug einsetzen müssen.
Wir bitten dich....

- Stärke die Feuerwehrkameraden, die heute Führungsaufgaben übertragen erhalten, dass sie ihre Funktionen überlegt, verantwortungsbewusst, und vorbildhaft ausüben.
Wir bitten dich....

- Vergilt den heute zu ehrenden Kameraden ihre Treue zur Gemeinschaft und all ihre Leistungen, die sie jahrzehntelang zum Schutz unserer Mitbürger erbracht haben.
Wir bitten dich....

- Dankbarkeit, Verbundenheit und Ehrfurcht gilt heute auch den verstorbenen und gefallenen Feuerwehrkameraden. Nimm sie auf in Deine Gemeinschaft  und schenke ihnen die Fülle des Lebens  bei Dir.
Wir bitten dich.....


Gott unser Vater, du zeigst uns in den Heiligen dein Antlitz. Voll Vertrauen bitten wir dich auf die Fürsprache des Hl. Florian als Retter aus Brandgefahr und in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen:

- Stifte Ordnung und Frieden, Einheit und Gerechtigkeit unter allen Völkern der Erde.
Wir bitten dich ….

- Stehe den Feuerwehrkameraden bei, ihre vielfältigen Aufgaben als Retter und Helfer zum Schutz unserer Mitmenschen zu erfüllen.
Wir bitten dich ….

- Schenke den Männern, die heute befördert werden, die Kraft und die Bereitschaft, sich auch in ihrer neuen Funktion für die Gemeinschaft einzusetzen.
Wir bitten dich ….

- Vergilt unseren gefallenen und verstorbenen Feuerwehrkameraden ihre Mitarbeit und reue und führe sie in dein Reich des Friedens.
Wir bitten dich ….


110 Jahre Freiwillige Feuerwehr Weer - 1700. Todestag des Hl. Florian.
Im Jahre 304, wurde Florian als Christ verfolgt und schließlich mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns gestoßen und ertränkt.
Seit Ende des Mittelalters ist der Heilige mit dem Wasserschaff als Attribut auch der Patron der Feuerwehr. Er ist der Nothelfer dort, wo es heiß hergeht, wo es eng und ernst wird.
Wir wollen  unseren Schutzheiligen und mutigen Glaubenszeugen bitten, dass er unsere Anliegen Gott, dem Herrn, vorträgt:

- Lass uns Feuerwehrkameraden immer  bereit sein, wenn wir gebraucht werden, und stehe uns bei auch beim Einsatz  der neuen  Tragkraftpumpe, die heute gesegnet wird.
Wir bitten dich ....

- Gib den jungen Feuerwehrkameraden, die heute angelobt werden, die Bereitschaft, sich für den Dienst an der Allgemeinheit einzubringen und 
jenen die heute befördert werden, die Kraft, dass sie ihre Führungsaufgaben verantwortungsbewusst und vorbildhaft ausüben.
Wir bitten Dich ....

- Schenke den verstorbenen und gefallenen Kameraden, an die wir uns heute in dankbarer Verbundenheit erinnern, die Vollendung in deinem Reich.
Wir bitten Dich .....

Herr unser Gott, erhöre unsere Bitten und zeige uns allen wie wichtig der Dienst am Nächsten ist. Amen


Himmlischer Vater, beim heutigen Florianigottesdienst bringen wir unsere  Anliegen  zu dir.

- In  der Feuerwehr ist es wichtig, dass sich immer wieder Mitglieder für Führungsaufgaben zur Verfügung stellen, auch im Bewusstsein eine große Verantwortung zu übernehmen. Segne ihren Dienst und lohne ihren Einsatz für die Gemeinschaft.
Christus höre uns….

- Die Feuerwehrmänner  stehen oft schwierigen Situationen und großen Gefahren gegenüber.
Halte  deine schützende Hand über sie..
Christus höre uns ….

- Der Dienst in der Feuerwehr ist ehrenamtlich und verlangt Treue, Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit.
Stehe  den Jungfeuerwehrmännern bei, die bereit sind, sich in diese Gemeinschaft einzubringen und heute angelobt werden.
Christus höre uns …..

- Wir denken auch an die verstorbenen und im Krieg gefallenen Mitglieder unserer Feuerwehr, nimm sie auf in dein himmlisches Reich.
Christus höre uns…..

- In diesen Tagen wird an das Ende des 2. Weltkrieges vor 60 Jahren erinnert und der Geburtsstunde der 2. Republik gedacht.
Schenke unserem Vaterland auch weiterhin den innern und äußeren Frieden.
Christus höre uns …..

Ewiger Vater, du hast deinen Sohn aus dieser Welt in deine Herrlichkeit aufgenommen, erhöre unsere Bitten und zeige uns allen die Wichtigkeit des Dienstes am Nächsten.


Die Kirche schätzt die Leistungen der Vereine und Körperschaften, ihren Dienst am Menschen, ihren Beitrag zum Zusammenhalt und für die Gemeinschaft. 
So begrüßt sie es, dass die Feuerwehr mit dem Florianigottesdienst Religion und Glaube in ihre Arbeit hinein nimmt.
Gott, unser Vater, voll Vertrauen tragen wir dir beim Festgottesdienst zu Ehren des Hl. Florian unsere Bitten vor:

- Zur Segnung der Fahne, die vor 46 Jahren geweiht wurde und heute nach ihrer Restaurierung wieder gesegnet wird:
Lass unsere Fahne auch weiterhin Symbol der Solidarität, der Zusammengehörigkeit und auch Zeichen des Selbstbewusstseins unserer Wehr sein.
Wir bitten dich….

- Für die Jungfeuerwehrmänner, die angelobt werden:
Hilf diesen jungen Kameraden, dass sie ihren Feuerwehrdienst hilfsbereit und verlässlich verrichten und dabei auch eine praktische Schule des Lebens erkennen können.
Wir bitten dich….

- Für die Kameraden, die heute ausgezeichnet werden:
Vergilt den geehrten Feuerwehrkameraden ihre Treue zur Gemeinschaft und ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit und Bereitschaft immer da zu sein, Mensch und Tier sowie Hab und Gut zu schützen und zu retten.
Wir bitten dich….

- Für alle Feuerwehrkameraden:
Die Feuerwehrkräfte sind bei ihren Einsätzen immer wieder Situationen ausgeliefert, in denen wir uns in Gefahr begeben um anderen zu helfen. Halte du deine schützende Hand über uns.
Wir bitten dich …..

- Für die Verstorbenen und im Krieg gefallenen Kameraden:
Lass uns die Feuerwehrkameraden, die bereits in die Ewigkeit vorausgegangen sind, nicht vergessen und schenke ihnen bei dir den ewigen Frieden.
Wir bitten dich … 


Auch wenn in unserer säkularisierten Zeit der Aufgabenbereich Feuerschutz von den Institutionen unserer hoch organisierten Gesellschaft übernommen wurde, so ist die Person des Hl. Florian nach wie vor eng verbunden mit Feuerschutz. Wir bitten heute noch um den Segen des Hl. Florian und das wird auch weiterhin so bleiben.

Wir wollen nun mit dem Hl. Florian, Gott, den Herrn, bitten:

- Die Feuerwehrmänner sind oft „Extremsituationen“ ausgesetzt. Hilf ihnen, das Erlernte professionell anzuwenden und die notwendige Ruhe und Gelassenheit zu bewahren.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Treue, Hilfsbereitschaft und Verlässlichkeit gehören zur Lebenseinstellung der Feuerwehrmänner. Hilf ihnen, ihre Tätigkeit im Sinne dieser Tugenden zu bewältigen.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Der Dienst in der Feuerwehr ist mit viel Zeitaufwand verbunden. Hilf den Feuerwehrmännern, den notwendigen Freiraum in der Wehr zu schaffen und lass die Familien verständnisvoll reagieren.
Wir bitten dich erhöre uns!

- Dankbarkeit, Verbundenheit und Ehrfurcht gilt den Verstorbenen und gefallenen Feuerwehrkameraden. Nimm sie auf in deine Gemeinschaft und schenke ihnen die Fülle des Lebens bei dir.
Wir bitten dich erhöre uns!

Ewiger Vater, du hast uns die neue Welt verheißen, die größer ist als alles, was wir bewundern. Stärke unsere Treue und schenke uns deine Liebe durch Christus, unseren Herrn.


Die Feuerwehren feiern am heutigen Sonntag im ganzen Land das Fest ihres Patrons, des hl. Florian. „Schütze unser Haus vor Feuer und Blitz“! das ist die Bitte, die jede Bild des Ritters mit dem Wasserschaff an vielen Hauswänden ausdrückt.
Auch wir wollen bei diesem Gottesdienst zu Ehren des Hl. Florian, unserem Herrn
Gott dem Vater, unsere Bitten vortragen:

- Gib allen Feuerwehrkameraden die Kraft und die Bereitschaft immer rasch und tatkräftig zu helfen, wenn Leben oder Existenz unserer Mitmenschen bedroht sind.
Christus höre uns!

- Steh den Feuerwehrmännern bei, dass ihr freiwilliger Dienst und ihre uneigennützige Hilfsbereitschaft weiterhin ein Wärmestrom bleiben, der auch das Zusammenleben in unserem Dorf beeinflusst.
Christus höre uns!

- Stifte Ordnung und Frieden, Einheit und Gerechtigkeit unter allen Völkern der Erde.
Christus höre uns!

- Wir bitten dich für alle Menschen, die bereit sind, für andere tätig zu sein, dass sie zu einer guten Gemeinschaft zusammenfinden, die zielbewusst helfen kann. 
Christus höre uns!

- Lass uns die Feuerwehrkameraden, die bereits aus diesem Leben geschieden sind, nicht vergessen und schenke ihnen bei dir die ewige Freude.
Christus höre uns!

Herr, unser Gott, gib, dass wir unseren Glauben durch die Tat beweisen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen


Floriani 2007 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Herr, Jesus Christus,
du sorgst für uns Menschen. Darum kommen wir mit unsern Anliegen zu dir:

- Für alle, die sich in der Feuerwehr für in Not geratene Menschen einsetzen; für alle, denen die Feuerwehr geholfen hat; für alle, denen sie nicht mehr das Leben retten konnte.
Du Quelle des Lebens: Herr erhöre uns

- Für die Kirche, die sich der Verlassenen und Verlorenen annimmt; für alle, die in der Kirche ihre Berufung leben; für die vielen jungen Menschen, die sich auf die Firmung vorbereiten und die nach ihrer Berufung im Glauben suchen. 
Du Quelle des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle, die in der Politik Verantwortung übernommen haben und für eine gerechtere Welt sorgen wollen; für alle Frauen und Männer, die sich in Hilfswerken und Organisationen für die Armen dieser Welt einsetzen; für alle, die jungen Menschen als Vorbild gelten. 
Du Quelle des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle Kranken, die auf Gesundung hoffen; für alle Pflegenden, die sich leidender Menschen annehmen; für alle, die Daheim Tag für Tag voll Liebe ihre Angehörigen umsorgen. 
Du Quelle des Lebens: Herr erhöre uns

- Für unsere lieben Verstorbenen, die auf dich vertraut haben: besonders beten wir heute für alle verstorbenen Mitglieder der FF Schönwies und für ... 
Du Quelle des Lebens: Herr erhöre uns

Gott, wir glauben an deine Liebe und Barmherzigkeit. Du bist für uns da. Dafür danken wir dir und preisen dich, heute und in Ewigkeit.


Floriani 2009 (Anno Schulte - Herbrüggen)

Herr, Jesus Christus,
du bist der gute Hirt, der für uns Menschen sorgt. Darum kommen wir mit unsern Anliegen zu dir:

- Für alle, die sich in der Feuerwehr für in Not geratene Menschen einsetzen; für alle, denen die Feuerwehr geholfen hat; für alle, denen sie nicht mehr das Leben retten konnte.
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für die Kirche, die sich der Verlassenen und Verlorenen annimmt; für alle, die in der Kirche teilhaben an dem einen Hirtenamt Christi; für die vielen jungen Menschen, die sich auf die Firmung vorbereiten und die nach ihrer Berufung im Glauben suchen. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle, die in der Politik Verantwortung übernommen haben und für eine gerechtere Welt sorgen wollen; für alle Frauen und Männer, die sich in Hilfswerken und Organisationen für die Armen dieser Welt einsetzen; für alle, die jungen Menschen als Vorbild gelten. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle Kranken, die auf Gesundung hoffen; für alle Pflegenden, die sich leidender Menschen annehmen; für alle, die Daheim Tag für Tag voll Liebe ihre Angehörigen umsorgen. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für unsere lieben Verstorbenen, die auf dich vertraut haben: besonders beten wir heute für alle verstorbenen Mitglieder der FF und für ... 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

Gott, wir glauben an deine Liebe und Barmherzigkeit. Du bist für uns da. Dafür danken wir dir und preisen dich, heute und in Ewigkeit.


Segnung neues Feuerwehrhaus der FF Arnbach (Anno Schulte - Herbrüggen)

Guter Gott, der Aufgabenbereich der Feuerwehren ist klar definiert: „retten – bergen – löschen – schützen“. Das bringt eine Vielzahl von Tätigkeiten mit sich, die die Männer der Feuerwehren zu erfüllen haben. Höre auf unser Bitten:

1. Das Heulen der Sirene und das damit verbundene Ausrücken ist für die Feuerwehrmänner eine Extremsituation. Wir wissen oft nicht, was uns an der Einsatzstelle erwartet und was von uns gefordert sein wird. Hilf uns, das Erlernte professionell anzuwenden und in allem die notwendige Ruhe und Gelassenheit zu bewahren.

2. Der Dienst in der Wehr ist ehrenamtlich. Schenke du weiterhin jungen Menschen die Bereitschaft für diesen Dienst an Notleidenden.

3. Gerade bei Einsätzen kommen wir immer wieder in Situationen, in denen wir uns in Gefahr begeben, um andern zu helfen. Halte du deine schützende Hand über uns.

4. Auch in der Feuerwehr ist es wichtig, dass es Kameraden gibt, die sich für Führungspositionen zur Verfügung stellen. Sie müssen dann oft sehr schnell Entscheidungen treffen und tragen gewaltige Verantwortung. Schenke ihnen deinen Beistand, und unsere volle Unterstützung.

5. Heute segnen wir diese neue Feuerwehrhalle in Arnbach. Lass sie zum Ort sicherer Hilfe und froher Gemeinschaft werden und mache sie so Segen für die Menschen dieses Dorfes.

6. Jeder von uns kennt Feuerwehrkameraden, die uns bereits vorausgegangen sind. Halte das ehrende Andenken an sie unter uns lebendig und schenke ihnen Licht und Leben bei dir.
(jetzt spielt die Musikkapelle „Ich hatte einen Kameraden“)

Herr unser Gott, dir vertrauen wir uns im Gebet an. Erhöre uns durch Christus, unsern Bruder und Herrn.


Herr, Jesus Christus,
du bist der gute Hirt, der für uns Menschen sorgt. Darum kommen wir mit unsern Anliegen zu dir:

- Für alle, die sich in der Feuerwehr für in Not geratene Menschen einsetzen; für alle, denen die Feuerwehr geholfen hat; für alle, denen sie nicht mehr das Leben retten konnte.
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für die Kirche, die sich der Verlassenen und Verlorenen annimmt; für alle, die in der Kirche teilhaben an dem einen Hirtenamt Christi; für die vielen jungen Menschen, die sich auf die Firmung vorbereiten und die nach ihrer Berufung im Glauben suchen. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle, die in der Politik Verantwortung übernommen haben und für eine gerechtere Welt sorgen wollen; für alle Frauen und Männer, die sich in Hilfswerken und Organisationen für die Armen dieser Welt einsetzen; für alle, die jungen Menschen als Vorbild gelten. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für alle Kranken, die auf Gesundung hoffen; für alle Pflegenden, die sich leidender Menschen annehmen; für alle, die Daheim Tag für Tag voll Liebe ihre Angehörigen umsorgen. 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

- Für unsere lieben Verstorbenen, die auf dich vertraut haben: besonders beten wir heute für alle verstorbenen Mitglieder der FF und für ... 
Du Hirte des Lebens: Herr erhöre uns

Gott, wir glauben an deine Liebe und Barmherzigkeit. Du bist für uns da. Dafür danken wir dir und preisen dich, heute und in Ewigkeit.


Pr:
Herr Jesus Christus, Prophet nicht nur des Alten und Neuen Bundes, sondern auch unserer Zeit, Du Mahner und Ermutiger: Wir bitten, daß DU die Augen und Herzen der Menschen öffnest für alles Elend und jegliches Leid: 

Pr:
Elementare Kräfte wie Feuer und Wasser bedrohen 
auch heute die angebliche Sicherheit vieler Menschen.
Laß uns bereit und gerüstet sein, den konkreten Nöten wirksam entgegenzutreten: durch Retten und Löschen, durch Bergen und Schützen...
Herr, lass uns gute Helfer sein.....
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Es gibt auch in unseren Tagen so viele Menschen, die hungern müssen, weil sie nicht genug für den Lebensunterhalt zur Verfügung haben.
Lehre uns teilen aus der Fülle unserer Lebensmittel....
Herr, lass uns gute Helfer sein....
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Es gibt in unserer Zeit, in der viele ständig über den Durst trinken, so viele, die nicht das lebenswichtige Trinkwasser haben.
Lehre uns nachzuempfinden, wie schmerzhaft  Durst sein kann ...
Herr, lass uns gute Helfer sein...
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Auch in unserm Land warten schuldlose Fremde und Obdachlose auf ein Dach über dem Kopf und auf eine Einladung zum Bleiben.
Lehre uns, wie wir zu einem fremdenfreundlicheres Klima beitragen können... 
Herr, lass uns gute Helfer sein...
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Immer wieder müssen Mitmenschen frieren, weil sie keine Kleider haben, und kein gutes Wort, das ihr Herz erwärmt....
Lehre uns, gegen die innere und äußere Nacktheit Vorsorge zu treffen...
Herr, lass uns gute Helfer sein...
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Unsere Gefängnisse sind überfüllt mit einheimischen und ausländischen Gefangenen. Nur von wenigen Zeitgenossen wird ihnen Verständnis entgegengebracht. 
Lehre uns was es heißt, daß DU ein Befreier aus Haft und Enge bist.
Herr, lass uns gute Helfer sein...
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
Viele Kranke und Sterbende hoffen auf einen Besuch, hoffen auf Menschen, die zuhören und einen Trost spenden können. 
Lehre uns begreifen, wie weh Einsamkeit tut, und wie wohltuend  ein Zuspruch ist...
Herr, lass uns gute Helfer sein...
A:
Herr, lass uns gute Helfer sein.

Pr:
„Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“. Dieses Dein Wort, Jesus, Heiland und Erlöser soll uns eine bleibende Mahnung sein, und ein Ansporn zu spontanem und großherzigem Helfen. 
Jetzt, - und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Gebete

Zur Meditation

Unsere Heimat wurde im Verlauf Ihrer Geschichte öfter und leidvoll von Brand- und Hochwasserkatastrophen heimgesucht.
Diese Ereignisse führten dann zur Gründung der Feuerwehren, um diesen entfesselten Elementen nicht mehr so hilflos gegenüberzustehen. Und so ist es auch Tradition, dass wir jährlich in einem feierlichen Gottesdienst des hl. Florian gedenken..
Der große Dichter Friedrich von Schiller hat schon vor 200 Jahren in seinem „Lied von der Glocke“ in beeindruckenden Versen ein erschütterndes Bild gezeichnet, wie machtlos der Mensch den zerstörerischen Kräften der Naturgewalten gegenüberstand.
In Anbetracht der nachfolgenden dichterischen Darstellung und angesichts der ständigen Bereitschaft unserer Feuerwehr müßte die alljährliche Florianifeier ein Fest für die ganze Gemeinde sein.

„Wohltätig ist des Feuers Macht,
wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
und was er bildet, was er schafft,
das dankt er dieser Himmelskraft.

Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
wenn sie der Fessel sich entrafft,
einhertritt auf der eignen Spur,
die freie Tochter der Natur...“.


Meditation

Heute, am Fest des Hl. Florian, feiert eine Gemeinschaft, in der viele Männer unserer Gemeinde in ehrenamtlicher und freiwilliger Tätigkeit Gemeinschaftssinn beweisen. 
Es feiert eine Körperschaft, deren Mitglieder da sind, wenn sie gebraucht werden und so sehr viel vom Ideal christlicher Nächstenliebe verwirklichen. In einer Zeit, in der nicht zu Unrecht über wachsenden Egoismus und nachlassende Opferbereitschaft geklagt wird, stellen sich, Gott sei Dank, immer wieder auch junge Menschen in den Dienst an der Gemeinschaft und setzen sich für ihre Mitbürger ein. 
So findet das alte Leitwort der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ auch heute seine leise Bestätigung.
Das gibt uns Zuversicht, Optimismus auch für die Zukunft, denn es wird immer wieder deutlich, wie sehr wir alle auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen sind.

Unter diesem Gesichtspunkt hat der Bürgermeister und die Freiwillige Feuerwehr alle Mitbürger zur Mitfeier des Florianigottesdienstes und zur Teilnahme am anschließenden Festakt eingeladen. Mit diesem gemeinsamen Feiern würde ein Zeichen des Interesses und Dankes für einen selbstlosen Dienst am Gemeinwohl bekundet werden.


Meditation:

Das Leitwort der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ bedeutet:
·    Dasein, wenn man gebraucht wird 
·    Dienst  am Nächsten 
·    Dienst an und in der Gemeinschaft
·    Helfen und Retten
·    Einsatz für den Schutz der Mitbürger 
·    Verwirklichung christlicher Nächstenliebe
·    Weg vom Egoismus
·    und Wecken des Gemeinschaftsbewusstseins.
So kann  Dienst in der Feuerwehrorganisation auch  zur praktischen Schule  des Lebens werden.


Zur Meditation ein Anruf an den heiligen Florian.

St. Florian! In deine Hand
Soll unser Dorf gegeben sein –
Du hütest es vor Brand
Und vor des Feuers hellem Schein.

St. Florian! Sieh uns’re Schar –
Ob alt, ob jung, es bleibt sich gleich –
Wir trotzen mutig der Gefahr.

St. Florian! Vom Himmel her blick’ nieder.
Segnend heb’ deine Hand,
und segne deine Feuerwehr
und unser Heimatland.


(Hymnus aus dem kirchlichen Stundengebet, Mittagshore 
(von P. Vinzenz Stebler OSB, Maria Stein/ Schweiz))

Öffne meine Augen, Herr,
für die Wunder deiner Liebe.
Mit den Blinden rufe ich:
Heiland, mache dass ich sehe.

Öffne meine Ohren, Herr,
für den Anruf meiner Brüder.
Lass nicht zu, dass sich mein Herz
ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,
Bettler stehn vor meiner Türe 
und erwarten ihren Teil. 
Christus, mache dass ich teile.

Liedtexte

Florianslied (nach der Melodie: Lobe den Herrn (GL 392))

1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.

2. Lobe den Herren! Für ihn gilt es, Zeugnis zu geben,
um so wie Florian nach seiner Freundschaft zu streben.
Er steht uns bei, wenn wir bereit sind und treu,
als Gottes Kinder zu leben.

3. Lobe den Herren, mit Florian wir auf ihn bauen.
Er gibt uns allen die Kraft und den Mut zum Vertrauen.
Er hat di Macht, uns zu befrei´n aus der Nacht:
Wir werden ewig ihn schauen.

4. Heiliger Florian, hilf uns in Not und Gefahren!
Gott mög es geben, dass Feuer und Wasser nicht schaden.
Tritt für uns ein; lass uns bereit dazu sein,
Leben und Gut zu bewahren.


„Hilf, Herr meines Lebens“ (GL 440) 

1. Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens, 
dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin. 

2. Hilf, Herr meiner Tage, dass ich nicht zur Plage,
dass ich nicht zur Plage meinem Nächsten bin. 

3. Hilf, Herr meiner Stunden, dass ich nicht gebunden, 
dass ich nicht gebunden an mich selber bin. 

4. Hilf, Herr meiner Seele, dass ich dort nicht fehle,
dass ich dort nicht fehle wo es nötig ist. 

5. Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens,
dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin.


„Was ihr dem geringsten Menschen tut“

1. Was ihr dem geringsten Menschen tut,
das habt ihr ihm getan,
denn er nahm als unser Bruder,
jedes Menschen Züge an.
Mitten unter uns steht er unerkannt.

2. Man verhöhnt ihn bei den Leuten,
Böses dichtet man ihm an,
er wird überall verdächtigt,
wo er sich nicht wehren kann.
Mitten unter uns steht er unerkannt.

3. Immer ist er unter denen, 
die gekreuzigt worden sind,
in unmenschlichern Systemen
lebt er wehrlos wie ein Kind.
Mitten unter uns steht er unerkannt.

Friedenslicht

Empfang und Segnung des Friedenslichtes und 
seiner AusträgerInnen der Feuerwehrjugend
ORF Rennweg, Innsbruck am 23.12.2010

Musik

Begrüßung und Eröffnung: LFKur
Liebe…
Wir begrüßen das Friedenslicht aus Bethlehem und Gottes Lichtstrahl in unsre Welt:
Im Namen des Vaters, der Quelle allen Lebens,
Im Namen Jesu, des Sohnes, dem Friedenslicht,
Im Namen des Hl. Geistes, der uns alle umfassenden Liebe

Biblische Lesung: 
Jes 9,1-2.5
Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein helles Licht;
Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude.
Man freut sich in deiner Nähe…
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.
Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; 
man nennt ihn wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, … Fürst des Friedens.

Gedanken:
Wenn ich einen Moment das Schicksal der Menschen in Bethlehem am Vortag des Hl. Abends an mich heranlasse, bin ich sehr betroffen. Denn der evangelische Pfarrer von Bethlehem schreibt in diesen Tagen:

Salaam aus Bethlehem. Ich sende Euch diesen Gruß aus unserer belagerten Stadt. Die Verbindung zu Euch bedeutet sehr viel für uns....
In dieser Stadt, in der vor 2000 Jahren die Friedensbotschaft verkündet wurde, herrscht heute Unfriede und Gewalt. Bethlehem ist seit mehr als drei Jahren umzingelt: Keiner darf raus, keiner darf rein....
Aber selbst in dieser Zeit, in der die 17 Kilometer lange Apartheid-Mauer unsere Stadt einschnürt und sie in ein großes Gefängnis verwandelt hat, sind wir entschlossen vor allem in die Zukunft von Kindern und Jugendlichen zu investieren....
Manchmal allerdings wissen wir nicht mehr, wie wir dem allen Stand halten, wie wir dieses Leben in der Enge ertragen sollen, hätten wir nicht die vielen Freunde, und dieses Licht....
Genau von da stammt dieses zarte Licht. Das Licht der Hoffnung. Ein Licht gegen alle Gründe zur Verzweiflung, ein Friedenslicht gegen das Dunkel von Hass und Gewalt. 

Liebe Feuerwehrjugend, liebe LichtträgerInnen,
ihr macht euch heute und morgen mit dem Friedenslicht aus Bethlehem auf den Weg zu vielen Menschen in unsern Gemeinden. Ihr tragt damit ein Licht gegen alle Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in jedes Haus, ein Licht der menschlichen Verbundenheit und der Liebe. 
In der Nähe dieses Lichtes freut man sich, denn mit ihm berührt uns Jesus selber. Auch inmitten aller Schwierigkeiten des Lebens in seinem Geburtsort ist es nicht erloschen. Im Gegenteil. Es breitet sich in diesen Tagen aus über die ganze Welt. Bis in jede Familie. Auch bei uns. Möge es wirklich brennen, als wahres Friedenslicht…

Lied:
Mache dich auf und werde Licht! Mache dich auf und werde Licht! Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt.

Segen:
Jesus, du neugeborenes Kind, du menschliches Gesicht des himmlischen Vaters:
Segne dieses Friedenslicht + ,
das aus deinem bedrängten Geburtsort stammt und schon eine so lange Reise hierher zu uns auf den Innsbrucker Rennweg hinter sich hat. 
Segne dieses Licht, und mache es wirklich zum Licht des Friedens:
für die Menschen in deinem eigenen Heimatland genauso 
wie für die Menschen in unserm Heimatland
und in all den Kriegs- und Krisengebieten dieser Erde.
Segne dieses Licht, 
und segne alle Mitglieder der Feuerwehrjugend in unserm Land, 
die dieses Licht verteilen. 
Segne sie.
Lass in uns allen dein weihnachtliches Friedenslicht hell aufleuchten, darum bitten wir durch Christus, der uns ganz nahe ist,  unsern Bruder und Herrn.

Vater unser

Sendung:
Gehet hin und bringet mit dem Friedenslicht tatsächlich Frieden!
Antw.: Dank sei Gott dem Herrn.

Musik