Sachgebiet Flugdienst

Bestimmte Einsatzlagen machen den Einsatz von Fluggeräten erforderlich. Insbesondere wenn Brandherde in entlegenen Gebieten nicht erreicht bzw. die Versorgung von Gebieten über den Landweg nicht gewährleistet werden kann, werden vorwiegend Hubschrauber eingesetzt. Flughelfer der Feuerwehr wirken als Bindeglied zwischen Pilot und Feuerwehreinsatzleitung.

Aufgaben des Sachgebietes:

Organisatorische Beratung und Unterstützung

  • Bei Erstellung, Einführung und Betreuung der Struktur für die Flughelfer
  • Bei  der Umsetzung neuer Führungsmethoden im Einsatzfall und bei Übungen
  • Bei der Anforderung von Fluggerät für Übungen und Ausbildung
  • Zielsetzung: Einheitliche Struktur in den Bezirken bei Übungen und Einsätzen

Technische Beratung

  • Gemeinsam mit den Kameraden aus den Bezirken werden neue Einsatzgeräte erprobt
  • Nach Feststellung der Einsatztauglichkeit und nach Freigabe durch die Flugbetreiber, entscheidet der LFV und LFI über eine Beschaffung

Je Bezirk gibt es acht bis zwölf Mann voll ausgebildete Feuerwehr - Flughelfer. Weiters konnte vor allem die persönliche Schutzausrüstung der Flughelfer vereinheitlicht werden: Flughelferanzüge, Helme, Flughelferrucksäcke, Brust- und Sitzgurte, Flugfunkgeräte wurden angeschafft und an jeden Flughelferstützpunkt verteilt.

Um Waldbrände effizienter bekämpfen zu können, wurde zahlreiche Geräte neu entwickelt, angeschafft bzw. standardisiert. Alle Stützpunkte erhielten neben den Transportnetzen auch Alukisten für den Transport von Gerätschaften sowie Füllrohre zum schnellen Befüllen von Löschwasserbehältern ohne Faltbehälter. Diese Geräte wurden vielfach von den Tiroler Feuerwehren entwickelt.

Sachgebietsleiter

Degenhart Jörg

BI Jörg Degenhart
Telefon: +43 (5262) 6912 - 525
Fax: +43 (5262) 6912 - 522
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Waldbrandbekämpfung / KAT-Einsatz - Vorgangsweise bei der Anforderung von Hubschraubern:

Um die Vorgehensweise bei der Anforderung von Hubschraubern zu vereinfachen wurde folgende Regelung getroffen:

Wenn der zuständige Einsatzleiter einen Hubschrauber für einen Erkundungsflug, zur aktiven Waldbrandbekämpfung oder KAT-Einsatz benötigt, ist ab sofort folgende Vorgehensweise durchzuführen:

Der Einsatzleiter fordert über die „Leitstelle Tirol“ einen Hubschrauber an:

Automatisch wird beim Stichwort „Anforderung Hubschrauber“ von der Leitstelle folgendes im Hintergrund erledigt:

  • Die Landeswarnzentrale Tirol, BFK, BFI, AK und der zuständige Bezirkssachbearbeiter „Flugdienst“ werden von der Leistelle Tirol alarmiert.
  • Das Anforderungsformular für Hubschrauber wird automatisch an die jeweilige Florianstation gemailt bzw. gefaxt.

Der Bezirkssachbearbeiter "Flugdienst" meldet sich auf der Funksprechgruppe „FW-Bezirk“ um den Einsatzleiter bei der Anforderung von Hubschraubern und zur weiteren Vorgehensweise zu beraten.

Ebenfalls meldet sich die Landeswarnzentrale beim jeweiligen Einsatzleiter auf der Funksprechgruppe „FW-Bezirk“ um genauere Infos für die Hubschrauberanforderung zu erhalten.

Das Anforderungsformular zur Anforderung von Hubschraubern wird sofort von der zuständigen Feuerwehr mit den wichtigsten Informationen ausgefüllt, vom Bürgermeister oder in Vertretung durch den Feuerwehr Einsatzleiter unterzeichnet und an die Landeswarnzentrale gemailt bzw. gefaxt.

Mit dieser neuen Regelung sollte der Einsatzleiter bei einem Einsatz bestmöglich unterstützt werden.

Diese Vorgangsweise stellt sicher, dass eine Kostenrefundierung an das Hubschrauberunternehmen beim Einsatz von privaten Hubschraubern entsprechend den landesgesetzlichen Bestimmungen möglich ist. Auf das Schreiben der Abt. Wasser-, Forst- und Energierecht, Zl. IIIa1- F-035/17 vom 15.05.2012 darf nochmals hingewiesen werden.