Einsatznacht in Volders
16 Stunden Einsatzbereitschaft hieß es in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober für die Jugendfeuerwehr der FF Volders.
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Dienstag, 17:00 Uhr, war für 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dienstantritt im Gerätehaus der Feuerwehr Volders. Unter der Führung von Kdt.-Stv. Gerhard Stauder und den 5 Jugendbetreuern wurde mit den Jugendlichen ein Feuerwehrdienst wie bei einer Berufsfeuerwehr nachgestellt. Drei Übungsvorbereiter sorgten mit verschiedenen Einsatzaufgaben für eine unruhige Nacht. Ausgerückt wurde je nach Alarmierung mit einer oder mehreren Gruppen.
Der erste Einsatzalarm erfolgte um 18:06 Uhr, die Einsatzkräfte wurden zu einem Verkehrsunfall mit Fahrzeugbrand in die Gewerbestraße gerufen. Von den Fahrzeuglenkern fehlte jede Spur, diese sollten jedoch in einem späteren Einsatz noch eine Rolle spielen.
Mit dem Tanklöschfahrzeug wurde ein Angriff mittels Schaumrohr vorgenommen. Parallel dazu wurden seitens des Löschfahrzeuges mit der eingebauten Hochdrucklöscheinrichtung die ersten Löschversuche (ebenfalls mittels Löschschaumes) durchgeführt und gleichzeitig wurde eine Ölspur gebunden.
Im Zuge der Löscharbeiten wurde durch die Mannschaft des Tanklöschfahrzeuges vom Hydranten eine Speiseleitung für die Wasserversorgung errichtet.
Mittels Rauchbomben wurde der Einsatz sehr real dargestellt und den Jugendfeuerwehrmännern wur-de einiges abverlangt. Auch der Kommandant der FF Volders, HBI Josef Moser, der Kassier des Be-zirkes Ibk-Land, BV Alfred Harb und zahlreiche Eltern der jungen Feuerwehrmänner machten sich bei dieser Übung ein Bild vom Können ihrer „Jungs“.
Während der darauf folgenden Einsatzpause konnten die Jugendlichen und Betreuer gemütlich und in Ruhe das Abendessen einnehmen. Die restliche Zeit bis zum nächsten Einsatz wurde mit Geräte- und Fahrzeugkunde, sowie mit Gesellschaftsspielen „überbrückt“.
22:17 Uhr, zweiter Einsatzalarm. Die Meldung lautete „Brand des Schwanner-Schupfen hinter der Volksschule, 2 Personen eingeschlossen“. Vorab wurde neben dem Kommandofahrzeug nur das Tanklöschfahrzeug angefordert, aufgrund der Erkundung der Lage durch den Einsatzleiter wurde das Löschfahrzeug zur Wasserversorgung vom nahegelegenen Unterflurhydranten nachalarmiert.
Da der Brand rechtzeitig entdeckt worden war, konnte dieser noch während der Entstehungsphase eingedämmt und gelöscht werden. Gleichzeitig wurden die 2 vermissten Personen mittels eines Bergetuches geborgen und ausserhalb des Gefahrenbereiches den Rettungskräften übergeben.
Nach einer kurzen Übungsbesprechung konnte man um 23:26 Uhr ins Gerätehaus einrücken.
Nach einem Fotovortrag über die Feuerwehren in New York wurde um 23:59 Uhr die Alarmierung über vermisste Personen im Bereich der „Hochschwarz“, einem Waldstück süd-östlich des Ortszentrums an die Einsatzkräfte übermittelt.
Entsprechend der Einsatzmeldung war von 4 Personen die Rede. Diese waren aufgrund des Unfalles, zu dem die Einsatzkräfte im 1. Einsatz gerufen wurden, geflüchtet und hatten sich in diesem Waldstück verirrt.
Nachdem durch den Einsatzleiter die Marschrichtung der einzelnen Gruppen vorgegeben wurde, konnten die 4 Personen nur mit leichten Verletzungen, jedoch stark alkoholisiert, gefunden werden.
Um 01:38 Uhr konnte schließlich wieder die Einsatzbereitschaft im Gerätehaus hergestellt werden.
Nach einer Jause begaben sich die Jugendfeuerwehrmänner und Betreuer in die bereits vorbereiteten Feldbetten und konnten ein kurzes „Nickerchen“ halten.
An langem Schlaf war nicht zu denken, denn um 04:16 Uhr wurde die Gruppe des Tanklöschfahrzeuges zu einem Containerbrand im Bauhof gerufen.
Der Einsatz war sehr realistisch, da die Übungsvorbereiter Holz im Container anzündeten.
Die Jugendfeuerwehrmänner konnten mittels Handfeuerlöscher sowie dem HD-Strahlrohr das „richtige“ Feuer löschen.
14 Minuten nach Alarmierung des Tanklöschfahrzeuges wurde die Gruppe des Löschfahrzeuges zu einer Personenbergung gerufen.
Im Bereich der Kreuzung Kleinvolderbergstrasse – Lachhofweg kam ein Mopedfahrer von der Straße ab und blieb im darunterliegenden Bach verletzt liegen.
Die Bergung wurde mittels Korbtrage und Steckleitern durchgeführt.
Um 05:48 Uhr konnte auch dieser Einsatz beendet und ins Gerätehaus eingerückt werden.
Da die vorhergehenden „Schlafstunden“ sehr kurz waren, legte sich jeder wieder ins Bett und hoffte, dass bis zum Dienstende um 09:00 Uhr kein weiterer Alarm mehr eingeht.
Doch es sollte anders kommen.
Um 07:32 Uhr wurde die Einsatzmeldung „Kleiner Brand im Freien – Bereich Heldenfriedhof Bruggenwald’l“ übermittelt. Schon bei der Anfahrt konnte festgestellt werden, dass es sich um einen größeren Brand handelt.
Es war jedoch nur ein Reisighaufen, welcher nicht ordnungsgemäß abgelöscht war.
Mit abgesetztem Monitor und C-Strahlrohr konnte der Brand bald gelöscht werden.
Bis zum Schichtwechsel um 09:00 Uhr war keine weitere Einsatzmeldung eingelangt, die Fahrzeuge wurden gereinigt und aufgerüstet.
Bei der Abschlussbesprechung während dem gemeinsamen Frühstück konnte ein durchwegs positives Resümee gezogen werden – frei nach dem Motto der Jugendfeuerwehren:
„EIN STARKES STÜCK FREIZEIT!“
Mit bestem Dank an:
- Die Betreuer:
- Gerhard Stauder, Anton Wegscheider, Gerhard Morri, Michael Brandner, Jürgen Eller, Christoph Klingenschmid
- Die Übungsvorbereiter
- Michael Schmid, Marco Egger, Riccardo Stauder
- das Kommando der FF Volders sowie der Gemeinde Volders
Bilder:
Weitere Infos und Fotos auf der Website der FF Volders
Bericht: Gerhard Morri
Bilder: Alfred Harb, Walter Morri und Anton Wegscheider
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