Schwaz: Brand in einem Kabelkanal

Kleine Ursache – große Wirkung, so könnte man den Brandeinsatz am frühen Mittwoch morgen in Schwaz bezeichnen.

Gegen 5.00 Uhr früh nahm ein Anwohner Explosionsgeräusche und Rauchentwicklung im Bereich der Barbarabrücke wahr und verständigt die Feuerwehr. Die Feuerwehr Schwaz fand am Ende der Brücke mehrere große Schachtdeckel des unter der Brücke durchführenden Kabelkanals, die aus der Verankerung gerissen waren. Wenig später setzte starke Rauch-, und Geruchsentwicklung ein. Unverzüglich wurde ein CO2-Löscher eingesetzt  sowie der AB Sonderlöschmittel mit weiteren 80 kg CO2 an die Einsatzstelle beordert.

Folgende Alarmierungen bzw. Verständigungen wurden dann durchgeführt:

  • Stadtwerke mit Strom und Wassernotdienst
  • TIGAS
  • BF Innsbruck bezüglich weiterem CO2
  • BtF Sandoz Kundl bezüglich weiterem CO2 oder Stickstoff
  • Sammelruf FF Schwaz
  • Radiodurchsagen bezüglich Sperre Barbarabrücke für den gesamten Verkehr
  • Bürgermeister Dr. Hans Lintner
  • Bezirksfeuerwehrkommando

Die Berufsfeuerwehr wurde an die Einsatzstelle nachgefordert um ausreichend CO2 zur Verfügung zu haben. Das größte Problem war die Zugänglichkeit. Die Leitungen liegen ca. 20 cm unter der Fahrbahnoberfläche in einbetonierten Kunststoffrohren. Durch das Brandgeschehen schmolzen die Leitungen zusammen, eine genaue Lokalisierung des Brandherdes war sehr schwer möglich. Im Bereich der südlichen Dehnfuge zeigten die Wärmebildkameras eine große Wärmequelle.

Weil man die noch intakten Kabel anderer Nutzer nicht beschädigen wollte, entschied man sich, die stromlos geschaltenen Kabelrohre mit Wasser zu fluten. Dies führte aber nur kurzzeitig zum Erfolg.

Kanalkamera

Um sich einen Zugang zu verschaffen wurde die FF Mühlau/ Innsbruck über den Bereitschaftsoffizier der Berufsfeuerwehr, BO Markus Wimmer, angefordert. Diese verfügt über eine Kanalkamera (Endoskopiekamera), mit der man den unzugänglichen Bereich einsehen kann sowie Kernbohrgeräte, um kleinräumige Öffnungen zu schaffen. In einem weiteren Schritt wurde mit Hilfe der Seilwinde des Rüstfahrzeuges das defekte Kabel herausgezogen. Im Anschluss wurde das betroffene Rohr mit Hilfe eines Kanalspülwagens gereinigt – und eventuell glosende Teile zugleich gelöscht. Diese Maßnahme zeigte dann Wirkung.

Abschließend wurde der Bereich der Dehnfuge mit sehr viel Wasser geflutet, was schlussendlich gegen 09.00 Uhr zum Einsatzerfolg führte.

Ungewöhnlicher Einsatz

Für uns war das ein sehr ungewöhnlicher Einsatz, der uns vor einige Probleme stellte. Doch gemeinsam mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr Innsbruck und der FF Mühlau, den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtwerke und des Bauamtes konnte man sich an die Lösung des Problems herantasten“, so der Kommandant der FF Schwaz.

Einen Beitrag aus der TV-Sendung ORF Tirol heute finden Sie HIER

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